Open Access: Wissen ausbauen, Möglichkeiten ausloten

Warum eine überregionale Vernetzung verschiedener Akteur:innen so wichtig ist

  • Martina Benz Kommunikations-, Informations- und Medienzentrum / Universität Konstanz
  • Linda Martin Bibliotheks- und Informationssystem / Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

DOI:

https://doi.org/10.15460/kommges.2025.26.1.1867

Begutachtung

  • Patricia Blume Universität Leipzig
  • Kai Matuszkiewicz Philipps-Universität Marburg / Institut für Medienwissenschaft
  • Marcel Wrzesinski Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Abstract

Die Open-Access-Transformation – die Umstellung des wissenschaftlichen Publikationswesens auf einen (möglichst) barrierefreien und offenen Zugang im Internet – bedarf des Engagements einer breiten Community. Das Projekt open-access.network bietet verschiedenen Akteur: innen die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung und unterstützt Wissenschaftler:innen mit Fachinformationen. Der vorliegende Praxisbericht beleuchtet unter anderem die Rolle von Fachgesellschaften und wissenschaftlich Publizierenden im Rahmen der Umstellung des wissenschaftlichen Publikationswesens auf Open Access. Auf Basis durchgeführter Workshops werden Beispiele und Erfahrungswerte vorgestellt. Anhand des Prinzips des Scaling Small – einer Form der (Selbst-)Organisation, die Ressourcen bündelt, dabei jedoch Vielfalt berücksichtigt – wird skizziert, wie das gemeinsame Handeln und die Einbindung verschiedener Akteur:innen den Kulturwandel zu mehr Openness in der Wissenschaft ermöglicht. Dabei übernimmt der Verein open-access.network nach Ende der Projektförderung eine zentrale Rolle.

1 Einleitung

Open Access – ein (möglichst) barrierefreier und offener Zugang zu wissenschaftlicher Information im Internet (Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen., 2003) – hat seinen Ursprung in den 1990er Jahren. Einen Ausgangspunkt hat der Wunsch zu freier Verfügbarkeit von wissenschaftlichen Texten in der Zeitschriftenkrise, dadurch verursacht, dass immer mehr Hochschulen und wissenschaftliche Gesellschaften ihre Publikationen an kommerzielle Verlage abgeben und die Zeitschriftenpreise stark steigen.1 Die Verabschiedung mehrerer wissenschaftsgeleiteter Statements (Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen., 2003; Bethesda Statement on Open Access Publishing, 2003; Budapest Open Access Initiative, 2002) zeigt, wie sich Anfang der Jahrtausendwende eine Bewegung für mehr Offenheit aus der Wissenschaft heraus ausformt.2 Die Architektur der Transformation des Publikationswesens baut auf viele Säulen: Die Umsetzung wissenschaftsgetragener Interessen, die Bereitstellung geeigneter Infrastruktur zur Herausgabe bzw. Publikation sowie die Kommunikation über Open Access.

Verschiedene Stakeholder – darunter Wissenschaftler:innen, Forschungsförderer, Infrastrukturanbietende, Publikationsunterstützer:innen oder politische Entscheidungsträger:innen – formen die Open-Access-Community. Die Kompetenz- und Vernetzungsplattform open-access.network wirkt als Intermediär und unterstützt seit 2007 (bis 2019 unter dem Namen open-access.net) Aktive und Interessierte mit Informationen, der Vermittlung von Kompetenzen und Möglichkeiten der Vernetzung.3

Die Umstellung des Publikationswesens auf Open Access ist Teil einer sich wandelnden wissenschaftlichen Kultur. Die Digitalisierung und die globale Vernetzung von Wissenschaft und Forschung führen zu veränderten Rahmenbedingungen wissenschaftlicher Praxis und der Distribution von wissenschaftlicher Information. Die Entwicklungen können mit dem Konzept des Digital Scholarship beschrieben werden, ein „Funktionssystem der Wissenschaften[, das] daten- und informationsintensiv, verteilt, interdisziplinär und kollaborativ gestaltet“ ist (Woitas, 2022). Die digitale Transformation der Wissenschaft setzt einen Kulturwandel im Bereich in der Wissenschaft als auch die an den Bedarfen orientierte Entwicklung wissenschaftsunterstützender Dienste voraus. Ein soziotechnischer Wandel bedarf in besonderem Maße eines offenen und koordinierten Austausches zwischen den Akteur:innen.

Der vorliegende Beitrag möchte die Rolle beleuchten, die das durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Projekt open-access.network in der Umstellung des wissenschaftlichen Publikationswesens auf Open Access und dem damit verbundenen Kulturwandel zu mehr Offenheit der Wissenschaft im D-A-CH-Raum spielt. Als ein auf soziale Vernetzung angelegter Akteur unterstützt open-access.network die digitale Transformation der Wissenschaft durch Eröffnung von Kommunikationsräumen und die Ausbildung von Netzwerken. Neben einer kurzen Rückschau auf die Angebote, Zielgruppen und Herausforderungen des Projekts wird ein besonderer Fokus auf die Zusammenarbeit mit Fachgesellschaften als zentrale Akteurinnen der Open-Access-Transformation sowie auf die Verstetigung des Angebots als community-basierter Service gelegt.

2 Die Plattform open-access.network. Ein One-Stop-Shop für Open Access

Das BMFTR-geförderte Projekt open-access.network schafft ein zentrales webbasiertes Informations- und Vernetzungsangebot zu Open Access. Das Projekt4 nimmt verschiedene Rollen wahr, die vom Aufbau von Kernkompetenzen zu einer Koordination community-getriebener Initiativen reichen und den Themenfeldern Informieren, Vernetzen, Fortbilden zugeordnet werden. Diese Themenfelder – die Bereitstellung von Wissen, der Austausch und Formate zur Weiterbildung – waren als zentrale Bedarfe identifiziert worden. Neben der Bereitstellung aktueller Fachinformationen zu Open Access5, zählen unter anderem Workshops für Wissenschaftler:innen6, Veranstaltungen über die finanzielle Ausgestaltung der Transformation7, ein Journal Finder Tool (oa.finder)8 oder Digitale Fokusgruppen (z.B. scholarled.network9) zu den Angeboten des Projekts.

2.1 Kommunikation, Kooperation, Handeln

Die Umsetzung von Vermittlungsangeboten und das Agenda-Setting von Themen fußt auf dem Mitwirken von Praktiker:innen (darunter Wissenschaftler:innen und publikationsunterstützendes Personal in wissenschaftlichen Einrichtungen), Infrastrukturanbietenden, Policy Makern etc., kurz: open-access.network ist ein Ansatz für und aus der Open-Access-Community heraus. Als Community identifiziert das Projekt alle, die aktiv an der Open-Access-Transformation einzeln oder kooperativ mitwirken bzw. Open Access praktizieren, dazu beraten oder Infrastruktur bereitstellen. Um verschiedene Zielgruppen zu erreichen, werden z.B. die Social-Media-Dienste Mastodon10, Bluesky11 sowie die Plattform LinkedIn12 genutzt. Darüber hinaus werden die Angebote über themen- und berufsgruppenspezifische Mailinglisten (z.B. IPOA-Mailingliste zur Fachinformation aus dem Bereich Open Access13 beworben. Über Intermediäre wie Fachinformationsdienste (FID), thematische Arbeitsgruppen (AG) sowie publikationsunterstützende Akteur:innen – insbesondere Bibliotheken und andere Infrastruktureinrichtungen – aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wird eine breite, aber auch zielgerichtete Kommunikation ermöglicht. Das Projekt schöpft hierbei aus einem Pool an Kontakten, der sich über die bereitgestellten Angebote zum Kompetenzaufbau und zur Vernetzung stetig erweitert und in einem grenzüberschreitenden Austausch über Mailinglisten und Social Media resultiert. Die Plattform open-access.network war von Beginn an als ein Angebot von der Community für die Community angelegt. In der aktuellen Förderphase werden zur Stärkung der Nachhaltigkeit community-basierte Angebote ausgebaut. Beispielsweise werden externe Publikationsberater:innen in den oa.helpdesk integriert.14 Seit 2024 haben Interessierte außerdem die Möglichkeit, Stellungnahmen, Berichte und Denkanstöße über den oa.blog15 zu veröffentlichen. Damit stärkt open-access.network die Einbindung von Nutzer:innen zur aktiven Mitgestaltung der Plattform.

Die Vernetzung der Open-Access-Community im open-access.network kann als gelebte Praxis nach dem Prinzip des Scaling Small verstanden werden. Mit diesem Begriff konzipieren Adema und Moore eine Form der (Selbst-)Organisation, die durch ein Bündeln von Ressourcen den Wirkungsgrad eines Projekts, einer Gruppe o.ä. erhöht, während Raum für Vielfalt und Unterschiedlichkeit erhalten bleibt. Die Autor:innen des britischen Projekts Community-led Open Publication Infrastructures for Monographs (COPIM)16 wählen diesen integrativen Ansatz, um eine Stärkung der Open-Access-Transformation für Bücher zu erreichen. Nachhaltigkeit wird nicht durch eine einseitige Anpassung an Wettbewerbsanforderungen erzielt, sondern basiert auf einer horizontalen Kooperation unterschiedlicher Akteur:innen. Adema und Moore entwickeln dieses Konzept im Hinblick auf wissenschaftsgeführte Publikationsprojekte und Verlage. Diese sind jedoch Teil eines größeren Ökosystems von Plattformen und Infrastrukturen, welches für das Erzielen von Resilienz für sie unentbehrlich ist (Adema & Moore, 2021).

Das Projekt open-access.network ist im deutschsprachigen Raum integraler Bestandteil eines solchen Ökosystems, da es einen zentralen Ort schafft, an dem sich verschiedene Stakeholder über Open Access und den Stand der Open-Access-Transformation informieren, austauschen und vernetzen können.

Das Netzwerk ist 2007 als eine Initiative im Rahmen eines Projekts der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entstanden, das Wissen über Open Access an einem zentralen Ort sammeln, bündeln und anderen zur Verfügung stellen wollte. Mit dieser Informationssammlung ging der Wunsch nach Austausch und Vernetzung einher. Mit der seit 2019 bestehenden Förderung durch das BMFTR verschob sich der Schwerpunkt in Richtung Weiterbildung für Open Access Professionals, womit das open-access.network auf den wachsenden Bedarf dieser Expertise in den wissenschaftlichen Einrichtungen reagierte.

Die Art und Weise des (Open-Access-)Publizierens ist je nach Fachdisziplin mit eigenen Anforderungen besetzt. Um den heterogenen Bedarfen gerecht zu werden, sind seit den Anfängen des Projekts Wissenschaftler:innen in beratender und mitgestaltender Funktion eingebunden. Diese unterstützen als Mitglieder des Beirats, als Autor:innen der fachspezifischen Informationsseiten sowie von Blogbeiträgen oder indem sie sich mit Good-Practice-Beispielen an Workshops von open-access.network und im Rahmen der Fokusgruppe scholarled.network einbringen. Die aktive Einbindung ermöglicht es einerseits den Projektmitarbeiter:innen auf Bedarfe und aktuelle Trends innerhalb der Disziplinen eingehen zu können und andererseits Wissenschaftler:innen mit fachspezifischen Informationen versorgen zu können.

3 Zwischen Wunsch und Umsetzung: Der freie Zugang zu wissenschaftlichem Wissen

Um Hürden abzubauen und auf fachspezifische Fragen zu Open Access einzugehen, bietet das Projekt Informationsseiten17 und Fortbildungsangebote an. Darüber hinaus tauschen sich Wissenschaftler*innen und Publizierende in der Digitalen Fokusgruppe scholarled.network18 über Kernthemen der Open-Access-Transformation und die Anforderungen und Positionierungen zu einem sich wandelnden System der Wissenschaftskommunikation aus (Fokusgruppe Scholar-Led.Network, 2021).

Um fachspezifischen Herausforderungen mit Lösungsansätzen zu begegnen, bot das Projekt außerdem Workshops und Informationsveranstaltungen für Fachgesellschaften an. 2023 bis 2025 fanden, in Kooperation zwischen open-access.network und interessierten Fachgesellschaften bzw. Arbeitsgemeinschaften einer Fachcommunity, 19 Workshops und Informationsgespräche statt.

3.1 Zur Rolle von Fachgesellschaften in der Open-Access-Transformation

Fachgesellschaften können bei der Gestaltung eines Kulturwandels hin zu einer offenen Wissenschaft eine herausragende Stellung einnehmen. Ihre Rollen innerhalb von Wissenschaft und Gesellschaft sind mannigfaltig: Sie wirken bei der Vernetzung und Ausformung von Wissenschaftspraktiken mit, nehmen eine Beraterinnenfunktion für Politik und Gesellschaft ein und setzen Standards für gute wissenschaftliche Praxis in Forschung und Lehre (Wissenschaftsrat, 1992). Fachgesellschaften unterstützen die Open-Access-Transformation über verschiedene Wege: Über die Modifikation eigener Publikationspraktiken, bspw. über die Open-Access-Stellung eigens herausgegebener Zeitschriften, oder über die Mitgestaltung von Diskursen innerhalb und außerhalb der Fachgemeinschaft (Pampel & Strecker, 2020). „Fachgesellschaften können als Akteurinnen der wissenschaftlichen Selbstorganisation […] eine wichtige Rolle als Multiplikatorinnen einnehmen, die diese spezifischen Bedarfe und Anforderungen ihrer Mitglieder [an die] Open-Access-Transformation […] einbringen” (Bärwolff et al., 2023). Dafür bedarf es jedoch einer transparenten Kooperation zwischen Fachgesellschaftsvertreter:innen, Herausgeber:innen und Akteur:innen, die Wissenschaftler:innen und Autor:innen bei der Umsetzung ihrer Vorhaben unterstützen.

In der zweiten Förderphase von open-access.network wurden deshalb verschiedene wissenschaftliche Fachcommunities über disziplinäre Angebote in Kooperation mit Fachgesellschaften adressiert. Zu den Zielen der Workshops mit Wissenschaftler:innen und Mitgliedern von Fachgesellschaften zählten die Diskussion von Aspekten der Open-Access-Transformation und der Erwerb von Kenntnissen über das Open-Access-Publizieren. Darüber hinaus sollten Vorstände, Geschäftsstellen und Sprecher:innen von Fachgesellschaften bei der Einnahme ihrer Rolle als gestaltende Akteurinnen im Rahmen eines Kulturwandels im Wissenschaftssystem gestärkt werden. Zur Identifikation von Adressat:innen wurden u.a. die Kontakte des Projekts OPEN4DEStand und Perspektiven von Open Access am Standort Deutschland (OPEN4DE 2023) verwendet und um Kontakte von Fachinformationsdiensten (FID) oder Arbeitsgemeinschaften von Fachgesellschaften ergänzt. Für einen Erstkontakt wurden Geschäftsstellen und Vorstände von Fachgesellschaften und Mitglieder von Arbeitsgruppen mit den Schwerpunkten Open Science bzw. Open Access kontaktiert. In den durchgeführten Workshops mit Vertreter:innen diverser Fachdisziplinen – darunter Technik- und Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften, Medienwissenschaften und Theaterwissenschaften – wurden verschiedene Möglichkeiten zur Umsetzung von Open Access und zentrale Herausforderungen identifiziert und diskutiert (Disziplinäre Angebote in Kooperation mit Fachgesellschaften, o. J.). Alle adressierten Fachgesellschaften und Wissenschaftler:innen hatten bereits Berührungspunkte mit Open Access, meistens als Auflage von Forschungsförderorganisationen, die für geförderte Forschungsprojekte häufig Veröffentlichungen im Open Access erwarten.

3.2 Fachdisziplinen: Gleich gelagert oder grundverschieden?

Die Umsetzung von Open Access trifft auf disziplinspezifische Herausforderungen. So veröffentlichen Publizierende der Natur- und Lebenswissenschaften häufig in etablierten Zeitschriften aus dem Portfolio der Verlage Springer Nature, Wiley und Elsevier. Die Publikationsgebühr wird durch nationale Transformationsverträge (die sog. DEAL-Verträge19) gedeckelt, die abgerufenen Artikelbearbeitungsgebühren (Article Processing Charges) sind dennoch hoch. Der Publikationsort in den Geistes- und Sozialwissenschaften entscheidet sich häufig entlang gewachsener Bindungen zu bestimmten Verlagshäusern. Bei der Open-Access-Publikation eines Buches muss für die Bearbeitungsgebühr (Book Processing Charge) zumeist eine vier-bis fünfstellige Summe bezahlt werden. Alle eint die Idee der Verknüpfung eines Renommee-Gewinns in Bezug auf die Wahl des Publikationsortes. Die Open-Access-Stellung wird so häufig als ein kostenintensives Extra wahrgenommen.

Innerhalb der Medienwissenschaften wird die Finanzierung von Open-Access-Publikationen in fachlich relevanten Publikationsorganen als Herausforderung wahrgenommen. Weitere Hürden stellen die Publikation von Forschungsdaten oder die Klärung von Bildrechten dar. Jedoch zeigt sich eine per se eine höhere Aufgeschlossenheit der Wissenschaftler:innen des Feldes der Medienwissenschaften gegenüber Open Access: So ist Openness Teil der eigenen Forschungspraxis (Martin et al., 2024, S. 20ff).

Obwohl es in Deutschland kein verpflichtendes Open-Access-Mandat seitens der DFG oder des BMFTR gibt, werden die Vorteile des Open-Access-Publizierens in den Vordergrund gerückt und durch Publikations- oder Projektförderung unterstützt. So heißt es in den Förderrichtlinien der DFG, dass die „Projektergebnisse zum Zweck der wissenschaftsadäquaten Kommunikation im Open Access zu veröffentlichen“ seien (Deutsche Forschungsgemeinschaft, 2021). Darüber hinaus unterstützt die DFG Diamond Open Access20 – das „wissenschaftsgeleitete Publizieren [im Open Access] ohne Profitinteressen“ (Deutsche Forschungsgemeinschaft \textbar AG Publikationswesen, 2022). Die VolkswagenStiftung knüpft eine Bewilligung von Förderung explizit an die Publikation der Forschungsergebnisse im Open Access (VolkswagenStiftung, 2021). Im internationalen Kontext ist die finanzielle Förderung hingegen zumeist an die sofortige Open-Access-Stellung der Texte, z.B. über die Programme der Europäischen Union (Horizon Europe) oder der cOAlition S, gekoppelt (cOAlition S, 2021; Dreher, 2020).

Die Open-Access-Transformation von Artikeln bzw. Zeitschriften wird durch die Förderung der DFG im Bereich der Publikationskosten und die Abschlüsse der DEAL-Verträge21gestärkt. Die Open-Access-Publikation im Buchformat wird bisher entweder über Verlage oder über die Nutzung von Diensten öffentlicher Einrichtungen (z.B. Universitätsverlage) umgesetzt. Weitere Publikationsformen wie die Veröffentlichung von Beiträgen auf Wissenschaftsblogs (z.B. in den Rechtswissenschaften22 treten neben traditionelle Formate, wohingegen Publizierende multimedialer Inhalte häufig geeignete Publikationsorte vermissen.23

Vor allem Wissenschaftler:innen und Publizierende, die in interdisziplinären Netzwerken arbeiten, eine bestimmte geographisch-fachliche Ausrichtung (z.B. African Studies) verfolgen oder international und mehrsprachig publizieren, haben bereits über verschiedene Wege Open Access publiziert. Das Bestehen einer AG (Schwerpunkte: Open Access, Open Science, Digitales Publizieren usw.) und/oder eines FID erhöht ebenfalls die Kenntnisse über offene Wissenschaftspraxis im eigenen Forschungsfeld. So unterstützt POLLUX, FID für Politikwissenschaften, die Wissenschaftler:innen mit fachspezifischen Informationen zur Umsetzung von Open Access sowie Open-Access-bezogenen Informationsveranstaltungen, beispielsweise in Kooperation mit der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW).

Trotz ähnlich gelagerter Voraussetzungen in Bezug auf Möglichkeiten der Förderung, bestehen wichtige fachliche Unterschiede, vor allem hinsichtlich der in den Fachdisziplinen üblichen und bevorzugten Publikationsformate. So stehen eine Preprint-Kultur (z.B. in den Technikwissenschaften), die vorwiegende Publikation im Buchformat (z.B. in den Geisteswissenschaften) oder in Zeitschriften (z.B. in den Naturwissenschaften) neben der Publikation multimedialer bzw. multimodaler Inhalte (z.B. in den künstlerischen Disziplinen). Innerhalb der Digitalen Geisteswissenschaften kommen Fragen des Publikationsformats (z.B. HTML, Mark-Down, TEI-XML) und eine damit verbundene Suche nach geeigneten Service-Providern und Publikationsorten hinzu. Weitere Herausforderungen, künstlerische und medial arbeitende Fächer betreffend, stellt die rechtssichere Abbildung von Bild- und Tonmaterialien dar.

In den nachfolgenden Abschnitten werden ausgewählte Erkenntnisse aus den Workshops und spezieller in den Medienwissenschaften dargelegt.

3.3 Ausgewählte Beispiele aus den Workshops

Die Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) unterstützt Forschende über die Bereitstellung von frei zugänglichem Wissen unter anderem über die Open-Access-Zeitschrift Zeitschrift für Medienwissenschaft (zfm)24. Darüber hinaus können Publizierende des Faches den Open Media Studies Blog25 oder das Repositorium media/rep/26, bereitgestellt durch den FID Media27, nutzen. Die Arbeitsgruppe Open Media Studies organisiert Diskurse rund um das Thema Openness in der Fachdisziplin. Open Access wird aufgrund der disziplinären Anforderungen umfassend verstanden: offene Forschungsdaten, Veröffentlichungen nicht-textuellen Materials, rechtliche Aspekte. Als besonders herausfordernd wird die Ermöglichung nachhaltiger Finanzierungsstrukturen bzw. das Herauslösen aus einer Projektförderlogik wahrgenommen. „Openness [kann] als (medien-)kulturelle Praxis“ verstanden werden, die durch Akteur:innen und Gruppen innerhalb der Fachgesellschaft gestaltet wird (Heller et al., 2024).

In der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien (DGfA) wird Open Access auf verschiedenen Wegen verhandelt und unterstützt. Die Digital American Studies Initiative (DASI) behandelt das Thema Open Access ebenfalls nicht alleinstehend, sondern bettet dieses in einen weiten Openness-Diskurs ein. Darüber hinaus konnte nach erfolgreicher Verhandlung mit dem Verlagshaus Winter das Fachorgan Amerikastudien/American Studies28 Open Access gestellt werden. Die Fachgesellschaft finanziert das kostenfreie Publizieren und Lesen der Beiträge und stellt Vertreter:innen für das Editorial Board.

Die Fachgesellschaften Deutsche Glastechnische Gesellschaft (DGG) und Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) geben Diamond-Open-Access-Zeitschriften heraus. Die Zeitschriften Glass Europe29 und Environmental Psychology Open30 besitzen ein „equitable model of scholarly communication where authors and readers are not charged fees for publishing or reading [and have a] community-driven nature: scholarly communities own and control all content-related elements of scholarly publishing“ (cOAlition S, 2024).

In einem Positionspapier aus den Reihen der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (DGPhil) diskutieren die Autor:innen den Zusammenhang zwischen Metriken wie dem Journal Impact Factor und damit verbundenen Reputationsmechanismen. Die Wissenschaftler:innen sprechen sich dafür aus, Infrastruktur „komplett eigenständig mit (ggf. bereits bestehenden) Universitätsverlagen [oder] durch Zusammenarbeit mit (kleinen) privatrechtlichen Verlagen in Co-Publishing-Ansätzen[, …] ohne eigene technisch-organisatorische Verlagsstruktur durch öffentlich-rechtliche Institutionen“ umzusetzen. Ziel ist es, auch eine in erster Linie auf Inhalten basierende Bewertung wissenschaftlicher Publikationen zu ermöglichen. So sollen u.a. Open-Peer-Review-Verfahren gestärkt und eine Anpassung der Kriterien von Begutachtungs- und Bewerbungsverfahren an Openness-Praktiken gefördert werden (Mößner & Erlach, 2024).

3.4 Erkenntnisse aus den Workshops

Disziplinenübergreifend wird Gold Open Access bzw. Open Access häufig mit einer kostenpflichtigen Publikation gleichgesetzt und verliert seine eigentliche Bedeutung einer Erstveröffentlichung im Open Access. Fehlende Kenntnisse zu Open Access und den Möglichkeiten zur Finanzierung führen zu einem Vermeidungsverhalten. Wissenschaftliche Texte, Monographien etc. werden dann vorzugsweise bei einem vertrauten Verlag bzw. in tradierten Medien und im Closed Access veröffentlicht. Die Wahl des Publikationsortes wird mit Vertrauen in den Verlag, Leichtigkeit in der Umsetzung, einem Schutz vor Predatory Publishing, Qualitätssicherung oder dem Erwerb entsprechender Reputation assoziiert (Disziplinäre Angebote in Kooperation mit Fachgesellschaften, o. J.; Renziehausen et al., 2023, 2023; Strauß et al., 2023).

In den meisten der durchgeführten Workshops konnten verschiedene Ansätze der Unterstützung der Open-Access-Transformation seitens der Fachgesellschaften identifiziert werden. Wo die Autor:innen durch Personal in den wissenschaftlichen Bibliotheken individuell über den Weg zur Open-Access-Publikation beraten werden können, gestalten Fachgesellschaften über verschiedene Maßnahmen (bereits heute) die Transformation aktiv mit:

  • Die Herausgabe einer Mitgliederzeitschrift oder von Konferenzbänden kann Open Access geschehen.
  • Es können Schulungs- und Informationsveranstaltungen für Wissenschaftler:innen organisiert und angeboten werden.
  • Die Erarbeitung, Verabschiedung und Umsetzung von Open Access Policies und -Strategien kann unter Einbindung der Mitglieder geschehen.
  • Es können Kooperationen mit Anbieter:innen offener Infrastrukturen, beispielsweise mit Universitätsverlagen, eingegangen werden.
  • Maßnahmen zum Wandel des Reputationssystems können gemeinsam mit den Mitgliedern diskutiert und umgesetzt werden (Rücknagel et al., 2025).

3.5 Kulturwandel: Für mehr Offenheit in der Wissenschaft

Open Access zu stärken bedeutet, einen Kulturwandel in der Wissenschaft zu unterstützen. Für einen Kulturwandel setzt sich auch die Coalition for Advancing Research Assessment (CoARA) ein, ein Verbund von europäischen Forschungseinrichtungen und -organisationen.31 „Dabei steht die qualitative Bewertung mittels transparentem Peer Review im Fokus, [die] durch den „verantwortungsvollen Einsatz von quantitativen Indikatoren“ ergänzt wird (Kindling et al., 2024). Das Netzwerk CoARA ruft dazu auf, sich ihrer gemeinsamen Erklärung anzuschließen. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) zählt zu einer der ersten Unterzeichner*innen des Agreement on Reforming Research Assessment in Deutschland.

Die Open-Access-Bewegung startete aus der Wissenschaft heraus. Über die Überführung oder Neugründung einer Zeitschrift in Open Access wird die Transformation direkt unterstützt. Ein Blick auf die vorgestellten Beispiele aus den Workshops zeigt, dass der Kulturwandel hin zu Open Access nur ganzheitlich, d.h. als Teil der Praktiken einer offenen Wissenschaft gelingen kann.
Die Freiheit der Wissenschaft beruht darauf, selbstbestimmt den eigenen Weg und die Form des Forschens und Publizierens zu wählen. Hohe Relevanz nehmen Informationsbereitstellung und Beratung, technische Unterstützung und Reflexion der eigenen Arbeitsweise ein. Aufgrund der Komplexität benannter Aufgaben und Strukturen lässt sich eine Umsetzung offener Wissenschaft nur kooperativ lösen.
Neben dem Konsens über das Zusammenspiel von Open-Science-Praktiken ist der freie Zugang zu wissenschaftlicher Information zentral. Das Ökosystem der Wissenschaft verzahnt Forschung, publikationsunterstützende Infrastruktur und Initiativen. So werden Publikationsinfrastrukturen durch öffentliche Einrichtungen oder Verlage gestellt, die Finanzierung durch Förderorganisationen und Bibliotheken, wissenschaftliche Informationseinrichtungen bieten Beratung, Diskussionen innerhalb der Fachdisziplin werden durch Forschende angestoßen. Das Gelingen der Open-Access-Transformation und die Ermöglichung digitaler Souveränität der Wissenschaft können jedoch nur durch einen nachhaltigen Bestand der Angebote unterstützt werden. Eine “[nachhaltige] Finanzierung ist mehr als eine administrative Frage, sie ist Ausdruck strategischer Entscheidungen für eine gemeinwohlorientierte digitale Wissenschaftslandschaft” (Geuenich et al., 2025).

3.6 Nachhaltig in Richtung Zukunft: open-access.network e.V.

Auch im Projekt open-access.network stellt sich die Frage nach der nachhaltigen Sicherung von Infrastruktur und Angebot. Die BMFTR-Förderung seit 2019 ermöglichte eine Professionalisierung des Angebots. Die Webseiten konnten neu konzipiert und benutzerfreundlicher gestaltet werden, die Inhalte substantiell erweitert und ein umfangreiches Fortbildungsangebot aufgebaut werden. Die breite Adressierung der Wissenschaftler:innen und die Einbindung von Fachgesellschaften eröffneten einen Diskursraum über die Anforderungen und Umsetzung des (notwendigen) transformativen Wandels innerhalb verschiedener Disziplinen. Ende 2025 endet diese zweite Förderphase, womit open-access.network vor der Herausforderung steht, das Angebot jenseits der Projektförderung zu verstetigen. Dafür eine Perspektive zu entwickeln, war integraler Bestandteil der zweiten Förderphase 2022-2025 und mündete im September 2025 in der Gründung des Vereins open-access.network.32

3.7 Vom Projekt zur Daueraufgabe

In Deutschland wird der Aufbau von Infrastrukturen im Wissenschaftsbereich häufig im Rahmen von Projektfinanzierungen angeschoben. Viele Infrastrukturen und Dienste stehen dann vor der Herausforderung, den Widerspruch zwischen kurzfristiger Zielsetzung und einem langfristigen Erhalt der aufgebauten Dienste zu überbrücken. Im Projekt open-access.network wurde ein Organisations- und Finanzierungsmodell gesucht, das den Weiterbestand sichert und flexibel und einfach genug ist, um einen bürokratischen Aufwand gering zu halten sowie zukünftige Weiterentwicklungen zu ermöglichen. Klar war dabei von Anfang an, dass eine mögliche Finanzierung den (kosten-)freien Zugang zu den erstellten Materialien und Services als integralen Wert von open-access.network weiter ermöglichen soll. Neben der Vereinsform wurden dabei Modelle wie Stiftung, Genossenschaft oder gemeinnützige GmbH erwogen. Allerdings waren viele dieser Organisationsformen nicht flexibel genug, um eine sinnvolle Governance für ein lebendiges Netzwerk zu gewährleisten, oder mit vergleichsweise hohen bürokratischen und teilweise auch finanziellen Aufwänden verbunden. Dem entgegen standen die Vorteile eines Vereins: Beteiligte Akteur:innen sind über eine Mitgliedschaft direkt in die Governance eingebunden. Als Mitglieder wurden dabei in erster Linie Einrichtungen avisiert, wobei auch Einzelmitgliedschaften möglich sind.

Das Verstetigungskonzept stützt sich dabei auf zwei Säulen: Erstens die community-basierte Verstetigung, andererseits die finanzielle Beteiligung über Mitgliedsbeiträge. Im Aspekt der community-basierten Verstetigung knüpft der Verein open-access.network an die Selbstorganisation und Vernetzung der Open-Access-Community an, aus der heraus die Plattform entstanden ist und deren Weiterentwicklung und Pflege ihr inhärenter Bestandteil bleibt. Nach einer Phase der Professionalisierung sollen Teile der Plattformaktivitäten sukzessive in die Hände der Community gelegt werden. Die damit verbundene Dezentralisierung des Wissens wird dabei einerseits durch technische Werkzeuge, die Nutzer:innen befähigen, Daten selbst zu aktualisieren, aufgefangen und andererseits durch die Kontinuität als Vereinsangebot ermöglicht. Etablierte Austauschformate wie Digitale Fokusgruppen bleiben bestehen und ermöglichen weiterhin Räume für Diskurse. Zweitens werden Einrichtungen und Einzelmitglieder über ihre Mitgliedsbeiträge finanziell beteiligt. Der Bestandteil der finanziellen Beteiligung über Mitgliedsbeiträge als zweite Säule wird zwar nicht das Volumen der bisherigen Förderung ersetzen können; Ziel ist es aber, mittelfristig zumindest eine Basisstruktur aufrechtzuerhalten. Durch den finanziellen Beitrag der am Verein beteiligten Einrichtungen und Einzelpersonen wird außerdem bekräftigt, dass open-access.network ein unverzichtbarer Bestandteil der Open-Access-Landschaft ist.

Durch den Verein entsteht eine rechtsfähige Körperschaft, die – unabhängig von der konkreten Finanzierung – mittelfristig eigenständig geschäftsfähig ist. Mit der Vereinsgründung wurde ein wichtiger Schritt aus der Projektlogik herausgewagt, der neue Perspektiven ermöglicht. Der Kulturwandel in der Wissenschaft wird nicht top-down mit hoch anvisierten Zielmarken erreicht, sondern vielmehr durch Diskurse innerhalb von wissenschaftlichen Disziplinen oder Kooperationen mit publikationsunterstützenden Diensten und Projekten. Organisationsformen wie die Kompetenz- und Vernetzungsplattform open-access.network kommt dabei eine Rolle als Mittlerin von Information, Vernetzung und Austausch zu. Sie abzusichern und zu stärken ist für das Gelingen der Open-Access-Transformation von zentraler Bedeutung.

Danksagung

Ein Dank gilt insbesondere den Vertreter:innen von Fachgesellschaften und allen an der Ausrichtung der Workshops Beteiligten Wissenschaftler:innen, Vertreter:innen von Fachinformationsdiensten und publikationsunterstützenden Diensten.

Statement zur Finanzierung der wissenschaftlichen Arbeit

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das „Verbundprojekt: Kompetenz- und Vernetzungsplattform im Bereich Open Access 2“ – Kurztitel: open-access.network 2 – im Rahmen der Maßnahme „Digitaler Wandel in Bildung, Wissenschaft und Forschung“ von Januar 2023 bis Dezember 2025. Die Förderung wird 2026 bis 2028 im Rahmen des “Verbundprojekt: Kompetenz- und Vernetzungsplattform im Bereich Open Access 3”  – Kurztitel: open-access.network 3 fortgesetzt. Die Förderung der ersten Projektphase erfolgte innerhalb der „Richtlinie zur Förderung einer Kompetenz- und Vernetzungsplattform im Bereich Open Access“ von Dezember 2019 bis Dezember 2022. (Aktuelle Förderkennzeichen: 16KUV011, 16KUV012, 16KUV013, 16KUV014, 16KUV015, 16KUV016)

Autor*innenbeiträge

Dr. Martina Benz und Linda Martin haben den Artikel gemeinsam verfasst.

Interessenskonfliktstatement

Es liegen keine Interessenkonflikte vor.

Referenzen

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Rücknagel, J., Martin, L., Schultze-Motel, P., Dellmann, S., Neufend, M., & Bruch, C. (2025). Schritt für Schritt in den Open Access. Eine Handreichung für wissenschaftliche Fachgesellschaften [Handreichung]. open-access.network. https://zenodo.org/doi/10.5281/zenodo.15296688
Strauß, H., Renziehausen, A.-K., & Rücknagel, J. (2023). Wahrnehmung von Open Access: Erhebung zu Anforderungen und Hindernissen in ausgewählten Technik- und Naturwissenschaften. Maschinenbau und Chemie. Zenodo. https://doi.org/10.5281/ZENODO.7540662
VolkswagenStiftung. (2021). Open Science. Open Access – Open Data – Open Source. Policy und Umsetzung. https://www.volkswagenstiftung.de/sites/default/files/documents/Open_Science_Policy_und_Umsetzung_VolkswagenStiftung.pdf
Wissenschaftsrat. (1992). Zur Förderung von Wissenschaft und Forschung durch wissenschaftliche Fachgesellschaften. https://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/0823-92.pdf?__blob=publicationFile&v=1
Woitas, K. (2022). Digital Scholarship Services. o-bib. Das offene Bibliotheksjournal / Herausgeber VDB, 1–19 Seiten. https://doi.org/10.5282/O-BIB/5872

  1. open-access.network. Geschichte des Open Access. https://open-access.network/informieren/open-access-grundlagen/geschichte-des-open-access↩︎

  2. Vgl. open-access.network. Geschichte des Open Access. https://open-access.network/informieren/open-access-grundlagen/geschichte-des-open-access↩︎

  3. Vgl. open-access.network. Über uns. https://open-access.network/ueber-uns/oa-network↩︎

  4. Das Verbundprojekt open-access.network wird durch das Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) der Universität Konstanz geleitet. Projektpartner:innen sind die Technische Informationsbibliothek (TIB) in Hannover, die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) Göttingen, das am Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches Geoforschungszentrum angesiedelte Helmholtz Open Science Office, das Open Research Office Berlin (vormals: Open-Access-Büro Berlin) an der Freien Universität Berlin sowie die Universitätsbibliothek Bielefeld (bis 2025).↩︎

  5. Vgl. open-access.network. Informieren. https://open-access.network/informieren↩︎

  6. Vgl. open-access.network. Workshops “Disziplinäre Angebote in Kooperation mit Fachgesellschaften”. https://open-access.network/fortbilden/workshops/workshops-disziplinaere-angebote-in-kooperation-mit-fachgesellschaften↩︎

  7. Vgl. open-access.network. Informationsreihe “Die Open-Access-Transformation nachhaltig gestalten. Diamond OA als Alternative”. https://open-access.network/fortbilden/workshops/informationsreihe-die-open-access-transformation-nachhaltig-gestalten-diamond-oa-als-alternative↩︎

  8. open-access.network. oa.finder. https://finder.open-access.network/↩︎

  9. open-access.network. Fokusgruppe scholarled.network. https://open-access.network/vernetzen/digitale-fokusgruppen/fokusgruppe-scholar-led↩︎

  10. Mastodon-Account des Projekts. https://openbiblio.social/@openaccessnetwork↩︎

  11. Bluesky-Account des Projekts. https://bsky.app/profile/openaccessnetwork.bsky.social↩︎

  12. LinkedIn-Account des Projekts. https://www.linkedin.com/company/open-access-network↩︎

  13. IPOA-Mailingliste. https://open-access.network/vernetzen/mailingliste↩︎

  14. open-access.network. oa.helpdesk. https://open-access.network/services/oa-helpdesk↩︎

  15. open-access.network. oa.blog. https://open-access.network/blog↩︎

  16. copim. Our values. https://copim.pubpub.org/copim-community-our-values↩︎

  17. open-access.network. Open Access in Fachdisziplinen. https://open-access.network/informieren/open-access-in-fachdisziplinen↩︎

  18. Innerhalb der Fokusgruppe diskutieren Wissenschaftlerinnen, die selbst Zeitschriften verlegen oder als Herausgeberinnen aktiv sind, aktuelle Teilaspekte der Open-Access-Transformation. Im Fokus stehen hierbei “gebührenfreie [und] von Großverlagen unabhängige Publikationsprojekte (Scholar-led)”. Die Publizierenden behalten die /Rechte an ihren Werken (Fokusgruppe Scholar-Led.Network, 2021).
    Weitere Informationen unter open-access.network. Fokusgruppe scholarled.network. https://open-access.network/vernetzen/digitale-fokusgruppen/fokusgruppe-scholar-led und scholar-led.network. Scholar-led Akteur*innen. https://graphite.page/scholar-led-manifest/↩︎

  19. DEAL-Konsortium. Über DEAL. https://deal-konsortium.de/ueber-deal↩︎

  20. Diamond Open Access ermöglicht das kostenfreie Publizieren im Open Access und das kostenfreie Nutzen der Publikationen, häufig vor einem wissenschafts-geleiteten, nicht-kommerziellen Hintergrund. Vgl. SeDOA. Servicestelle Diamond Open Access (SeDOA). https://diamond-open-access.de/ und open-access.network. Grün, Gold und Diamond. https://open-access.network/informieren/open-access-grundlagen/open-access-gruen-und-gold#c25789↩︎

  21. Vgl. DEAL Konsortium. Verträge. https://deal-konsortium.de/vertraege↩︎

  22. Vgl. z.B. Verfassungsblog. https://verfassungsblog.de/↩︎

  23. Wissenschaftlich Publizierende aus den Darstellenden Künsten können beispielsweise die proprietäre Plattform Research Catalogue zur Publikation multimedialer Inhalte nutzen. Insgesamt fehlt es jedoch an Möglichkeiten, multimediale und multimodale Inhalte rechtssicher, technisch niedrigschwellig und möglichst kostenfrei zu publizieren.↩︎

  24. Zeitschrift für Medienwissenschaft. https://zfmedienwissenschaft.de/↩︎

  25. Open Media Studies Blog. https:./../articles/2025-07-benz/mediastudies.hypotheses.org/↩︎

  26. Repositorium media/rep/. https:./../articles/2025-07-benz/mediarep.org/home↩︎

  27. Fachinformationsdienst (FID) Media. https://search.fid-media.de/Search/Home↩︎

  28. Amerikastudien/American Studies. http://das.americanstudies.de/↩︎

  29. Glass Europe. https://www.tib-op.org/ojs/index.php/glass-europe↩︎

  30. Environmental Psychology Open. https://epo.journals.qucosa.de/epo↩︎

  31. Coalition for Advancing Research Assessment. https://coara.eu/↩︎

  32. open-access.network. Verein open-access.network. https://open-access.network/ueber-uns/verein↩︎

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2026-03-02

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