Qualitätssicherung mit Hilfe von KI?
Zur Zukunft des Peer Reviews bei wissenschaftlichen Publikationen
DOI:
https://doi.org/10.15460/apimagazin.2026.7.2.314Schlagwörter:
Peer-Review, Künstliche Intelligenz, KI, Bias, Publikationsethik, Human-in-the-loop, HITL, Open ScienceAbstract
Das wissenschaftliche Publizieren befindet sich im Zuge der digitalen Transformation in einem tiefgreifenden Wandel. Insbesondere der Peer-Review-Prozess als zentrales Instrument der Qualitätssicherung steht dabei unter Druck. Vor dem Hintergrund steigender Einreichungszahlen und begrenzter Kapazitäten der Reviewer*innen wird der Einsatz Künstlicher Intelligenz zunehmend als potenzielle Lösung diskutiert. Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern KI den Peer-Review-Prozess verändert und welche Chancen und Herausforderungen sich daraus für die Qualität und Offenheit der Wissenschaft ergeben. Auf Basis aktueller empirischer Studien und normativer Leitlinien zeigt sich, dass KI insbesondere bei formalen und strukturellen Prüfungen Effizienzgewinne und Entlastungspotenziale bietet. Die Bewertung von Relevanz und wissenschaftlichem Erkenntnisgewinn hängt hingegen weiterhin stark von menschlicher Urteilskraft ab. Aktuell wirkt KI daher vor allem als Instrument zur Ergänzung bestehender Systeme. Inwieweit sie zu mehr Transparenz, Fairness und Integrität beiträgt, hängt maßgeblich von klaren Governance-Strukturen und der Verankerung menschlicher Verantwortung ab.
Erhalten
Akzeptiert
Veröffentlicht
Ausgabe
Rubrik
Lizenzinformation
Copyright (c) 2026 Lisa Eleonora Haase

Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International.

