Onboarding-Prozesse
Diskrepanz zwischen Theorie und Realität
DOI:
https://doi.org/10.15460/apimagazin.2026.7.2.313Schlagwörter:
Onboarding, Führungskraft, virtuelle Onboardings, Best-Practices Onboarding, Masterstudierende, MitarbeitereinführungAbstract
Ziel dieser Studie war es, die Diskrepanz zwischen den in der wissenschaftlichen Literatur beschriebenen Onboarding-Strategien und den tatsächlichen Erfahrungen von Masterstudierenden zu untersuchen. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Rolle von Führungskräften im Prozess gelegt. Für die Analyse wurde ein sequenzieller Mixed-Methods-Ansatz verwendet, der qualitative und quantitative Methoden kombiniert. Nach einer umfassenden Literaturrecherche wurde ein Online-Fragebogen entwickelt und an 18 Masterstudierende des Studiengangs Digitale Transformation verteilt, die in dem Kurs Personalführung eingeschrieben waren und bereits erste Berufserfahrung sammeln konnten. Die Befragung umfasste geschlossene Fragen, offene Textfelder und Likert-Skalen zur differenzierten Erfassung der Onboarding-Erfahrungen. Die Ergebnisse zeigen, dass Onboarding-Prozesse in der Praxis häufig kürzer und weniger strukturiert ablaufen, als in der Literatur empfohlen. Während in der Literatur eine Mindestdauer von sechs Monaten sowie eine umfassende soziale und fachliche Integration gefordert werden, erlebten 50% der Befragten ein Onboarding von weniger als einem Monat. Die Unterstützung durch das Management wurde von einem Drittel der Befragten als unzureichend empfunden. Diese Ergebnisse verdeutlichen eine erhebliche Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis und unterstreichen den Handlungsbedarf, wissenschaftlich fundierte Best Practices in Onboarding-Prozesse zu integrieren. Für weitere Forschungen empfiehlt es sich dahingehend eine größere Stichprobe zu befragen.
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