„Unregierbar gemacht?“

Pandemie-Tracking und Datenpolitiken in autoritären Geflechten

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.15460/kommges.2023.24.1.866

Schlagworte:

Digitalisierung, Autoritarismus, Pandemieüberwachung, Corona-Apps, Türkei, Datafizierung, Datenpolitiken, digital-autoritäre Regierungsmacht

Abstract

In diesem Artikel stehen die Wechselwirkungen zwischen einer autoritären Präsidialregierung und dem Management von Pandemiedaten im Fokus. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Analyse der Datenpolitiken in diesem autoritären Kontext unter Einsatz von Hayat Eve Sığar (HES), dem türkischen Kontaktverfolgungs- und Proximitysystem sowie der dazugehörigen Anwendung. Ethnografisch werden die komplexen und sich ständig verändernden Landschaften viraler Daten erkundet. In diesem Zusammenhang wird verdeutlicht, wie die Frage der (Un-)Regierbarkeit inmitten der Pandemie durch die politische Gestaltung und Nutzung von Daten wahrgenommen, verhandelt und herausgefordert wird. Mit einem speziellen Fokus auf autoritäre Geflechte trägt dieser Beitrag zur Analyse von Datenpolitiken in digitalen, datengesättigten Gesellschaften bei. Autoritäre Geflechte, so das Argument, formen sich in Zeiten von Krisen wie der viralen Pandemie flexibel neu. Diese wirken subtil und schleichend auf die Machtverhältnisse im Zusammenhang mit Daten ein und beeinflussen die datenpolitischen Auseinandersetzungen, bleiben jedoch oft im Verborgenen.

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Erhalten

2021-12-07

Akzeptiert

2023-07-31

Veröffentlicht

2023-10-10

Zitationsvorschlag

Polat, N. (2023). „Unregierbar gemacht?“: Pandemie-Tracking und Datenpolitiken in autoritären Geflechten. kommunikation@gesellschaft, 24(1). https://doi.org/10.15460/kommges.2023.24.1.866