Auswirkungen des Smartphonegebrauchs auf soziale Interaktionen

Autor/innen

  • Alina Vogelgesang Lehrstuhl für Technik- und Organisationssoziologie (STO) der RWTH Aachen University

DOI:

https://doi.org/10.15460/kommges.2018.19.1.611

Schlagworte:

Interaktion, interpersonelle Kommunikation, Mobiltelefon, Aufmerksamkeit, kommunikatives Handeln, Norm, Alltag, Digitalisierung

Abstract

Der Smartphonegebrauch durchdringt immer umfassender alltägliche Handlungsweisen, sodass direkte soziale Interaktionen auch davon beeinflusst werden. Es stellt sich die Frage, wie sich dies auf Gesprächssituationen auswirkt. Der vorliegende Text setzt eine wechselseitige Beeinflussung und Bedeutungszuschreibung von Akteuren voraus, vor dem Hintergrund einer gemeinsamen Sinn-Konstitution in Konversationen. Es wird untersucht, welche Wirkung durch den Smartphonegebrauch beobachtbar ist, wenn die aufeinander bezogene Aufmerksamkeit nicht mehr vorauszusetzen ist. Im Ergebnis wird festgehalten, dass die Smartphone-Nutzung in der Face-to-Face-Interaktion eine Unterbrechung der Kommunikation auslösen und je nach Intensität und Dauer eine damit einhergehende Verletzung der Norm von gegenseitiger Anerkennung und schließlich auch eine Gefährdung der Konstituierung des sozialen Selbst der Gesprächspartner hervorrufen kann. Dieses Ungleichgewicht wird wiederum mit Hilfe des Smartphones selbst gelöst, indem es als Substitut für die ausbleibende Bestätigung genutzt werden kann.

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Erhalten

2018-04-01

Akzeptiert

2018-08-01

Veröffentlicht

2018-09-01

Zitationsvorschlag

Vogelgesang, A. (2018). Auswirkungen des Smartphonegebrauchs auf soziale Interaktionen. kommunikation@gesellschaft, 19(1). https://doi.org/10.15460/kommges.2018.19.1.611

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