Filterblasen – Ausgangspunkte einer neuen, fremdverschuldeten Unmündigkeit?

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.15460/kommges.2017.18.2.582

Schlagworte:

Informationsgesellschaft, interaktive Medien, Facebook, Medienkonsum, Personalisierung, Benutzer, Verhalten, Algorithmus, Beeinflussbarkeit, soziales Netzwerk, Medienkompetenz, Meinungsbildung, Digitale Medien, Relevanz

Abstract

Facebook wurde lange als Chance für eine transparente Informationsgesellschaft gesehen. Zunehmend wird die Plattform jedoch kontrovers diskutiert. Kritiker befürchten die Bildung von Filterblasen. Ziel der vorliegenden Untersuchung war es deshalb, in Erfahrung zu bringen, ob nutzende Personen wissen, dass die ihnen auf Facebook angezeigten Informationen gefiltert sind und ihr eigener Informationshorizont dadurch eingeschränkt wird. Weiterhin werden Erklärungsansätze und Reaktionen der befragten Personen untersucht. Die aus dreizehn Interviews gewonnenen Erfahrungen von Facebook Nutzern bestätigen einige Erkenntnisse der bisherigen Forschung. So beeinflussen der Aufbau individueller Netzwerke und das Nutzerverhalten, wie auch der Algorithmus die Informationsvielfalt. Die in der Literatur häufig unkritisch übernommene Annahme zunehmender Homogenität von Netzwerken sollte auf Grundlage dieser Analyse zukünftig jedoch hinterfragt werden. Abschließend werden Implikationen für die weitere Forschung aufgezeigt.

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  1. Media Trust in a Digital World
    Katharina Klug et al. (2019)
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    DOI: 10.1007/978-3-030-30774-5_12

1 citations recorded by Semantic Scholar
  
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Erhalten

2016-11-01

Akzeptiert

2017-02-01

Veröffentlicht

2017-05-01

Zitationsvorschlag

Ovens, C. (2017). Filterblasen – Ausgangspunkte einer neuen, fremdverschuldeten Unmündigkeit?. kommunikation@gesellschaft, 18(2). https://doi.org/10.15460/kommges.2017.18.2.582