Polarisierung im Social Web und der intervenierende Effekt von Bildung
Eine Untersuchung zu den Folgen algorithmischer Medien am Beispiel der Zustimmung zu Merkels „Wir schaffen das!“
DOI:
https://doi.org/10.15460/kommges.2017.18.2.581Schlagwörter:
Soziales Netzwerk, Soziale Medien, Internet, Meinungsbildung, Einstellungsbildung, politische Einstellung, Polarisierung, Informationsverhalten, Medienkompetenz, Information, Selektion, Algorithmus, kognitive Dissonanz, Nachrichten, Rezeption, Migrationspolitik, Bundesrepublik DeutschlandAbstract
Für viele westliche Demokratien wird in den letzten Jahren eine zunehmende Polarisierung der öffentlichen politischen Diskurse und des Parteienspektrums diagnostiziert. In diesem Beitrag stellen wir aktuelle Befunde zur themenspezifischen Polarisierung in Deutschland vor, die wir als Begleiterscheinung des Social Webs interpretieren. Auf der Grundlage der theoretisch plausiblen Vermutung, dass Selektions- und Vernetzungsalgorithmen tatsächlich die Polarisierung von Meinungen zu politischen Themen begünstigen, formulieren wir unsere forschungsleitende Hypothese: "Je stärker Personen Soziale Online-Netzwerke zur Information über politische Themen nutzen, umso stärker werden dadurch ihre politischen Urteile polarisiert." Diese Hypothese wird am Beispiel des Urteils untersucht, das Internetnutzer aus Deutschland zur Migrationspolitik Angela Merkels äußern. Aufgrund der spärlichen empirischen Forschung zu den Bedingungen von Polarisierung durch Medien, untersuchen wir explorativ die intervenierenden Effekte verschiedener Variablen z, die als Determinanten der orientierenden Mediennutzung bekanntermaßen eine Rolle spielen.
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