Facebook als „Straße durch das Internet“

Politisches Informieren zwischen Automatisierung und Nutzungsreflexion

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.15460/kommges.2017.18.2.580

Schlagworte:

Internet, Information, Selektion, Personalisierung, Algorithmus, Facebook, soziales Netzwerk, Meinungsbildung, Beeinflussbarkeit, Benutzer, Medienkompetenz

Abstract

Die fortschreitende Entwicklung digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien führte in jüngerer Zeit zu einer strukturellen Veränderung der Bereitstellung von Informationen: Die massenmediale Logik wird durch eine Logik der Algorithmen abgelöst, die im Wesentlichen auf Präferenzen und Gewohnheiten der Nutzenden basiert. Damit einher geht die Befürchtung, dass Filterblasen aufgrund technologisch verstärkter selektiver Informationszuwendung entstehen. Diese Annahme ist empirisch bislang nicht bestätigt. Gleichwohl gibt es Hinweise, dass die Zusammenstellung von Inhalten allein auf Basis von Personalisierungsalgorithmen zu einer homogenen und einstellungskonsistenten Auswahl führt. Wenn andererseits Nutzenden die Möglichkeit gegeben, die Empfehlungsmechanismen explizit anzupassen, führt dies zu signifikant häufigerer Selektion von Artikeln mit gegenläufiger Einstellung. Berücksichtigt man, dass die jungen Generationen ihre Nachrichtennutzung und politischen Diskussionen zunehmend in soziale Netzwerke verlagern, wird die Relevanz für eine Analyse algorithmischer Personalisierung aus Perspektive der Nutzenden deutlich.

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Erhalten

2016-11-01

Akzeptiert

2017-02-01

Veröffentlicht

2017-05-01

Zitationsvorschlag

Wieland, M., & In der Au, A.-M. (2017). Facebook als „Straße durch das Internet“: Politisches Informieren zwischen Automatisierung und Nutzungsreflexion. kommunikation@gesellschaft, 18(2). https://doi.org/10.15460/kommges.2017.18.2.580

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