Open Access als Arena der Aushandlung ethnologischer Forschungsethik

Einblicke in das Projekt EthnOA – Open Access in den ethnologischen Fächern

  • Kathleen Heft Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie, Universitätsbibliothek, Humboldt-Universität zu Berlin
  • Anja Rosenbaum Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie, Universitätsbibliothek, Humboldt-Universität zu Berlin

DOI:

https://doi.org/10.15460/kommges.2025.26.1.1633

Begutachtung

  • Patricia Blume Universität Leipzig
  • Kai Matuszkiewicz Philipps-Universität Marburg / Institut für Medienwissenschaft
  • Marcel Wrzesinski Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Abstract

Der Beitrag gibt Einblicke in die Arbeit des DFG-geförderten Infrastrukturprojekts EthnOA – Open Access in den ethnologischen Fächern, das eine Brücke zwischen den ethnologischen Fachdisziplinen und bibliothekarisch-infrastrukturell ausgerichtetem Open Access schlägt. Der Beitrag diskutiert fachspezifische Zugänge und Herausforderungen des Open-Access-Publizierens und zeichnet nach, wie diese sich auf die Projektarbeit am Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie niederschlagen. Anhand von drei Schlaglichtern arbeitet er heraus, wie spezifische Forschungs- und Publikationskulturen auf das Open-Access-Publizieren zurückwirken, und zeigt auf, welche Maßnahmen im Projekt ergriffen werden, um den fachspezifischen Perspektiven und Bedarfen gerecht zu werden. Vorbehalte gegenüber Creative-Commons-Lizenzen verdeutlichen, wie Zugang (Access) und Offenheit (Openness) in Verhältnis zueinander gesehen werden müssen. Am Beispiel vom Umgang mit Rechtsfragen im Kontext von Zweitveröffentlichungen und Grünem Open Access thematisiert der Beitrag einen Zuwachs und eine Verschiebung von Aufgaben und Tätigkeiten im Open-Access-Publizieren als Herausforderung und Hürde. Abschließend wird dargelegt, wie durch die Involvierung von Wissenschaftler:innen in die Vergabe von Metadaten neue Spielräume für ethisches Publizieren im Open Access geschaffen und zugleich Grenzen ausgelotet werden.

1 Open Access in den ethnologischen Fächern

In den ethnologischen Fächern1 wird Open Access zunehmend umgesetzt. In den letzten Jahren sind traditionsreiche Fachzeitschriften nach Open Access transformiert worden und Verlage bieten Open Access für ethnologische Buchpublikationen an. Im Jahr 2021 stimmten die Mitglieder der beiden Fachgesellschaften Deutsche Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft (DGEKW) und Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie (DGSKA) mehrheitlich für die Open-Access-Umstellung ihrer traditionsreichen Fachzeitschriften, die seitdem auch umgesetzt wurde.2 Ein Blick über den nationalen Tellerrand hinaus zeigt, dass sich Open Access in den ethnologischen Fächern weiter etabliert: Mit dem Zeitschriftenpaket Berghahn Open Anthro veröffentlicht ein renommierter Fachverlag sechzehn ethnologische Zeitschriften in Diamond Open Access.3

Diese Entwicklungen finden im Kontext vergleichsweise kleiner Fach- und spezifischer Publikationskulturen statt: Die Ethnografie als wissenschaftliches Genre4 hat einen hohen Stellenwert und wird meist in Form einer (gedruckten) Monografie publiziert. Neben Monografien sind Sammelbände üblich. Beide Formate werden im deutschsprachigen Raum oftmals in etablierter Zusammenarbeit mit kleinen und mittelständischen Verlagen umgesetzt. Zur Publikationskultur gehört auch, dass Artikel sowohl in ethnologischen Fachzeitschriften als auch in transdisziplinär ausgerichteten Zeitschriften publiziert werden. Ethnologische Forschung erscheint also nicht in einigen wenigen renommierten Fachzeitschriften, sondern in vielfältigen themen- und feldspezifischen Publikationskontexten, in denen auch andere Disziplinen veröffentlichen. Während digitale Publikationsformate, wie wissenschaftliche Blogs, zunehmend genutzt werden, um ethnologische Erkenntnis schnell an ein breites Publikum zu bringen, ist die umgehende Dissemination und Diskussion von Forschungsergebnissen über Preprints unüblich.

Parallel zur stattfindenden Umsetzung von Open Access wird kontinuierlich das Für und Wider von Open Access von einer methodologischen und forschungsethischen Reflexion und Kritik aus den Fächern begleitet. Spezifisch ethnologische Perspektiven auf das Open-Access-Publizieren spiegeln sich auch in den Open-Access-Praxen im EthnOA-Projekt wider, die in diesem Beitrag diskutiert werden.

1.1 EthnOA – Open Access an der Schnittstelle zwischen Fachdisziplin und Infrastruktur

Das Projekt EthnOA – Open Access in den ethnologischen Fächern (EthnOA) ist seit Oktober 2023 an der Schnittstelle von infrastrukturellen und fachspezifischen Bedarfen tätig und begleitet und unterstützt die Open-Access-Transformation in den ethnologischen Fächern mit unterschiedlichen Angeboten und Infrastrukturen. Als DFG-gefördertes Infrastrukturvorhaben ist das Projekt zwischen den Fachdisziplinen und der Bibliothek angesiedelt. Es wird am Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie (FID SKA) an der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin koordiniert.5 Im Projekt werden drei breit aufgestellte Arbeitsschwerpunkte umgesetzt: erstens die Vermittlung von Kompetenzen und Unterstützungsstrukturen für das Open-Access-Publizieren – hierzu gehören Beratungen und Schulungen zu Open-Access-Themen sowie die aktive Begleitung der fachlichen Auseinandersetzung mit Open Access –, zweitens die Open-Access-Transformation von drei scholar-led Fachzeitschriften und drittens der Aufbau und Betrieb von Fachrepositorien für textuelle und audiovisuelle Erst- und Zweitpublikationen und ein dazugehöriger Zweitveröffentlichungsservice (vgl. EthnOA Projektseite, 2024; vgl. Heft & Rosenbaum, 2025). Die fortlaufende Diskussion und Aushandlung der Grenzen und Chancen des Open-Access-Publizierens für die ethnologischen Fächer prägt die Projektarbeit am FID SKA maßgeblich. Viele Herausforderungen, denen wir im Projektalltag und im Austausch mit Wissenschaftler:innen aus den Fächern begegnen, lassen sich vor dem Hintergrund dieser Debatten einordnen und dadurch besser verstehen.

1.2 Fachspezifische Herausforderungen von Open Access

Ein Teil der Herausforderungen rund um das Open-Access-Publizieren in den ethnologischen Fächern ist im Grunde nicht Open-Access-spezifisch. Open Access ist vielmehr der Kontext, in dem fortlaufende fachspezifische Debatten und Praxen aktualisiert und neu verhandelt werden (müssen). Open Access stellt Ethnolog:innen vor die Notwendigkeit, altbekannte methodische und forschungsethische Herangehensweisen zu rekapitulieren und mithin neu auszurichten.

Fachspezifische Herausforderungen von Open Access diskutieren wir in diesem Beitrag (1) anhand des Verhältnisses von Zugang (Access) und Offenheit (Openness), das sich am Beispiel forschungsethischer Vorbehalte gegenüber der Nutzung von offenen Creative-Commons-Lizenzen nachvollziehen lässt. Am Beispiel von Herausforderungen rund um das Erst- und Zweitveröffentlichen auf den EthnOA-Repositorien verdeutlichen wir, wie (2) Urheberrechtsfragen, Verlagsverträge und Lizenzierungspraktiken Wissenschaftler:innen vor neue Aufgaben stellen und wie (3) die stärkere Involvierung von Wissenschaftler:innen in die Metadatenvergabe und Klassifikation ihrer Publikationen gleichermaßen Freiräume eröffnet und Grenzen aufzeigt.

2 Zwischen Access und Openness: Forschungsethik und offene Lizenzen

In der EthnOA-Projektarbeit hat sich gezeigt, dass die Vergabe von offenen Lizenzen keineswegs ein Selbstläufer ist: Viele Wissenschaftler:innen tendieren intuitiv oder voller Überzeugung zur Vergabe restriktiver Lizenzen. Zur Lizenzierung von wissenschaftlichen Open-Access-Publikationen haben sich Creative-Commons-Lizenzen6 etabliert. Von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) werden die beiden offensten Lizenzen, CC BY (Namensnennung) sowie CC BY-SA (Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen), empfohlen (DFG, 2024, S. 17).7 Diese Lizenzen erlauben weitreichende Nachnutzungen, einschließlich der Bearbeitungen sowie der kommerziellen Nachnutzung durch Dritte. Während dies die Sichtbarkeit der Forschung und die Teilhabe unterschiedlicher Interessengruppen erhöhen kann, bestehen in den ethnologischen Fächern Bedenken hinsichtlich der Kontrolle über sensible Inhalte und deren kommerzieller Verwertung. Am Beispiel von Auseinandersetzungen rund um die Lizenzvergabe lässt sich auffächern, wie das Verhältnis von Zugang und Offenheit in den ethnologischen Fächern verhandelt wird.

2.1 Open Access als Spektrum

Als Open-Access-Projekt definieren wir in EthnOA Open Access in einem weiten Sinn. Im Anschluss an die Erklärung der Budapest Open Access Initiative (BOAI, 2002) und die Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities (Berlin Declaration, 2003) verstehen wir unter Open Access den freien und kostenlosen Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen über das Internet (Access), der mit der größtmöglichen Freiheit zur Nachnutzung dieser Publikationen einhergeht (Openness). Eine möglichst offene Lizenzierung ist Bestandteil eines weiten Open-Access-Verständnisses. Diese weite Definition liegt den Schulungen, Beratungen und Services von EthnOA zugrunde und prägt die Art und Weise, wie wir Open-Access-Standards in unseren Infrastrukturen umsetzen.

Dem steht die Einsicht gegenüber, dass Open Access ein Spektrum von Motivationen, Strategien und Praxen umfasst und dass unter dem Label Open Access unterschiedliche Politiken der Offenheit umgesetzt werden (vgl. Moore, 2018; vgl. Suber, 2008). Die Fachperspektive, so unsere Erfahrung, deckt sich häufig nicht mit dem weiten Open-Access-Verständnis. Gespräche und Beratungen haben gezeigt, dass der kostenlose Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen befürwortet wird. Publikationen sollen leicht online zu finden sein und ohne institutionelle Anbindung oder finanzielle Hürden geteilt und gelesen werden können. Der offenen Lizenzierung, die zulässt, dass wissenschaftliche Werke ohne explizite Erlaubnis verändert nachgenutzt und kommerziell ausgewertet werden können – auch für Text- und Datamining und das Training von Künstlicher Intelligenz –, wird hingegen verhalten gegenübergestanden. Zwei zentrale wissenschaftliche Praxen – Lesen und Zitieren – werden bereits durch den freien Zugang ermöglicht, sodass keine Notwendigkeit zu bestehen scheint, darüber hinaus Nachnutzungen zu gewähren, die über das Lesen und Zitieren hinausgehen. Hinzu kommt, dass es für Nachnutzungen, die auf Veränderungen des Werks beruhen, wenige Praxisbeispiele gibt, die als nützlich und wünschenswert angesehen werden. Die gängigen Beispiele für Nachnutzungen veränderter wissenschaftlicher Werke – Übersetzung und umfängliche Übernahmen in Lehr- und Textsammlungen – werden nicht immer begrüßt. Im Gegenteil: Bei Übersetzungen oder der Übernahme von langen Textpassagen in andere Kontexte wünschen sich Wissenschaftler:innen ein explizites Mitspracherecht und die Möglichkeit, solche verändernden Nachnutzungen zu untersagen. Der Schutz der Integrität der wissenschaftlichen Publikation und die Kontrolle über die Kontexte, in denen diese genutzt werden kann, hat hohe Priorität.8 Access wird aus diesem Blickwinkel höher gewichtet als Openness. Dies muss auch vor dem Hintergrund fachspezifischer forschungsethischer Überlegungen eingeordnet werden.

2.2 Openness im Kontext ethnologischer Forschungs- und Publikationsethik

Open Access kann als Arena verstanden werden, in der ethnologische Forschungsmethoden und Forschungsethik erneut ausgehandelt werden (müssen). Wie in den ethnologischen Fächern geforscht und geschrieben wird, hängt eng damit zusammen, wie ethnologisches Wissen publiziert und rezipiert wird. Seit der Writing-Culture-Debatte der 1980er Jahre (Clifford & Marcus, 1986) setzen sich die ethnologischen Fächer fortlaufend mit der erkenntnistheoretischen und methodologischen Frage der Repräsentation in und durch ethnologische Forschung auseinander: Wie werden Beforschte und „ihre Kultur“ durch ethnologische Fragestellungen, Methoden und Publikationen als „Andere“ hervorgebracht und (fest)geschrieben? Wie ethnologische Texte geschrieben und publiziert werden und wer diese Texte rezipieren kann, ist Teil dieser Auseinandersetzung mit den Epistemologien und Methoden des Fachs. In diesem Kontext ist auch der Anspruch einzuordnen, Reziprozität zwischen Forschenden und Beforschten herzustellen, unter anderem, indem Beforschten der Zugang zu ethnologischen Erkenntnissen ermöglicht wird (vgl. Barker, 2016; vgl. „Frankfurter Erklärung“, 2009). Zugang zu ethnologischer Wissensproduktion ist also ein genuines Anliegen und Selbstverständnis der ethnologischen Fächer: Wie können Forschungspartner:innen – also Menschen und Gemeinschaften, über die und mit denen ethnologisch geforscht wird – an den Ergebnissen der Forschung teilhaben? Wie können Wissenschaftler:innen im Globalen Süden Zugang zu Publikationen erhalten und sich selbst leichter in die vom Globalen Norden geprägten Fachdiskurse einbringen und eigene Perspektiven sichtbar machen? Open Access wird vor diesem Hintergrund als Weg und Werkzeug verstanden, Ansprüche auf Teilhabe an ethnologischer Forschung und Erkenntnis einzulösen (vgl. Dallemagne et al., 2015; vgl. Jackson & Anderson, 2014; vgl. Vieira & Kipphut-Smith, 2019), allerdings nicht ohne fachlich begründete Vorbehalte.

2.3 Bedenken gegenüber Openness in den ethnologischen Fächern

Andererseits werden die forschungsethische Praxis der informierten Einwilligung von Forschungspartner:innen in die Forschung sowie Methoden der Anonymisierung zum Schutz von Personen und sensiblen Forschungs- und Lebenszusammenhängen in der Open-Access-Arena in neuem Licht gesehen. Der freie Zugang zu und die Möglichkeit der offenen Nachnutzung von ethnologischen Texten führen dazu, dass tradierte Praxen auf Grenzen und Unzulänglichkeiten hin befragt werden: Macht es einen Unterschied für die Forschungs- und Publikationspraxis, wenn Erkenntnisse nicht mehr nur von einem kleinen Kreis von „eingeweihten“ Wissenschaftler:innen rezipiert werden, sondern online für alle zugänglich sind? Was leisten gängige Anonymisierungspraxen, wenn Open Access die digitale Zusammenschau und Auswertung mehrerer Publikationen über denselben Forschungskontext erleichtert? Kann Open Access im Zusammenspiel mit Künstlicher Intelligenz zu einer leichteren De-Anonymisierung von Forschungszusammenhängen führen?9 Macht es für die Forschungspartner:innen einen Unterschied, ob Fotografien oder sensible Wissensbestände ihrer Gemeinschaften gedruckt und in Closed Access publiziert werden – und entsprechend wenige Lesende erreichen – oder ob diese online, frei zugänglich und möglicherweise auch von Dritten nachnutzbar gemacht werden?10 Ist eine nachträgliche Open-Access-Stellung von Publikationen über den Weg der Zweitveröffentlichung überhaupt möglich, wenn ursprünglich keine explizite Einwilligung dafür eingeholt wurde? Alle diese Fragen muss das Fach für sich neu beantworten und mitunter ihre Forschungs- und Publikationspraxen anpassen. Forschungspartner:innen müssen dabei immer mitgedacht werden, wobei die Frage im Raum steht, ob diese mitunter an (Publikations-)Entscheidungen beteiligt werden können.

Im Open-Access-Publizieren werden diese forschungsethischen Fragen unter anderem bei der Lizenzauswahl aufgerufen. Autor:innen stehen dann vor der Abwägung, freien Zugang (Access) zu ermöglichen und Offenheit (Openness) zu gewähren oder einzuschränken: Einerseits sollen Werke zugänglich gemacht werden, andererseits sollen Forschungspartner:innen geschützt und ihre Persönlichkeitsrechte gewahrt werden. Unter Abwägung solcher komplexer forschungspraktischer und forschungsethischerer Überlegungen hat sich gezeigt, dass Ethnolog:innen eine intuitive Präferenz für Access vor Openness haben, die sich in die Wahl restriktiver Creative-Commons-Lizenzen (mit NC und/oder ND-Modul) übersetzt. Ein Mehr an Restriktion – keine Veränderung und/oder keine kommerzielle Nutzung – wird dabei als ein Mehr an Kontrolle, Schutz und Sicherheit für Forschende und Forschungspartner:innen vor Dekontextualisierung sowie kommerzieller und politischer Vereinnahmung verstanden.

2.4 Die Messiness von Open Access

Janneke Adema und Gary Hall schlagen vor, Open Access nicht als fertiges Projekt, sondern als andauernden Prozess der kritischen Aushandlung zu verstehen: „[M]ight it not be helpful to think of open access less as a project and model to be implemented, and more as a process of continuous struggle and critical resistance?“ (Adema & Hall, 2013, S. 33). In diesem Sinne erscheint es uns unumgänglich, die fachimmanenten Abwägungen und Kritiken am Open-Access-Publizieren, hier exemplarisch an der Lizenzvergabe nachgezeichnet, ernst zu nehmen und als notwendig kritischen Umgang – zwischen Widerstand und Aneignung – zu verstehen. Open Access wird gewollt und umgesetzt und zugleich immer wieder auf unintendierte Folgen für die ethnologische Forschung befragt. Aus dem Projekt heraus können wir nicht mit dem Anspruch auf die Kolleg:innen im Fach zugehen, immer und überall der weiten Definition von Open Access gerecht zu werden und in jedem Fall offene Lizenzen durchzusetzen. Die „messiness“ von Open Access (vgl. Adema, 2014) zeigt sich in den jeweils spezifischen Umsetzungen von Open Access, die sich auf dem vollen Spektrum zwischen Access und Openness bewegen können. Mit Adema plädieren wir dafür, die unterschiedlichen Praxen nicht in eine Richtung vorzuschreiben und festzulegen, sondern stattdessen in der Diskussion zu bleiben und gemeinsam mit den Wissenschaftler:innen immer wieder aufs Neue die Grenzen von Open Access auszuloten. Das schließt ein, die Nutzung möglichst offener Lizenzen vorzuschlagen und andere Wege in den Open Access zu begleiten.

3 Neue und verschobene Aufgaben im Kontext von Open Access

Eine weitere, gleichermaßen banale wie schwerwiegende Einsicht aus der EthnOA-Projektarbeit ist, dass das Open-Access-Publizieren Wissenschaftler:innen vor zusätzliche und (für sie) neue Aufgaben stellt, die Engagement und Wissensaneignung von ihnen abverlangen. Ein Teil der Tätigkeiten, die im Rahmen des Open-Access-Publizierens auf den Schreibtischen von Wissenschaftler:innen landen, wurden zuvor von anderen Akteur:innen im Publikationsprozess übernommen, nämlich von Verlagen und Bibliotheken. Die Verschiebung von bibliothekarischen und verlegerischen Aufgaben hin zu den Wissenschaftler:innen selbst ist eine Herausforderung für beide Seiten in der EthnOA-Projektarbeit. Dies lässt sich Beispiel des EthnOA-Arbeitsfeldes Grüner Open Access nachvollziehen. Publikationen, die ursprünglich im Closed Access erschienen sind, also kostenpflichtig von Bibliotheken oder den Wissenschaftler:innen selbst erworben werden müssen, können oftmals auf Grundlage des Zweitveröffentlichungsrechts oder anderer vertraglicher Regelungen auf Repositorien in Open Access zweitveröffentlicht und so einer breiteren Leser:innenschaft zur Verfügung gestellt werden. Diese Praxis wird auch als Selbstarchivierung, Grüner Open Access oder grüner Weg bezeichnet. Für Grünen Open Access müssen in aller Regel Lizenzrechte geklärt und Manuskriptversionen identifiziert werden, Autor:innen müssen sich mit Repositorien auseinandersetzen und Veröffentlichungsverträge schließen, sie müssen Meta- und Normdaten vergeben und vieles mehr. Grüner Open Access macht zusätzliche Arbeit.

Im EthnOA-Projekt betreiben wir zwei Repositorien, die infrastrukturell durch die Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin) gehostet und technisch betreut werden. Auf EthnOA_text, dem Fachrepositorium für textuelle Publikationen werden Artikel, Monografien, Sammelbandbeiträge, Berichte etc. im Grünen Open Access veröffentlicht.11 Das Fachrepositorium ist Teil des institutionellen Repositoriums der Humboldt-Universität zu Berlin, dem edoc-Server, und richtet sich dezidiert an Wissenschaftler:innen, die im Fachkontext zweitveröffentlichen wollen oder selbst keine Anbindung an eine Institution haben, die ein Repositorium zur Verfügung stellt. EthnOA_media steht für die Veröffentlichung von audiovisuellen Medien aus dem Fachspektrum zu Verfügung. Es ist Teil des Medien-Repositoriums der Humboldt-Universität zu Berlin und wird technisch vom Computer- und Medienservice betreut.12 Für beide Repositorien bietet EthnOA einen Zweitveröffentlichungsservice an und führt Schulungen durch, die Wissenschaftler:innen dabei unterstützen sollen, ihre Publikationen eigenständig auf Repositorien zu archivieren.

3.1 Von der Rechteklärung zur Manuskriptversion

Eine der zentralen Herausforderungen im Projekt stellt die rechtssichere Zweitveröffentlichung im Grünen Open Access dar. In unseren Beratungen und Schulungen, die unausweichlich auch Fragen des Urheber- und Lizenzierungsrechts berühren, hat sich gezeigt, dass sich viele Wissenschaftler:innen nicht intensiv mit den rechtlichen Aspekten des wissenschaftlichen Publizierens auseinandersetzen und oftmals nicht wissen, welche Art von Verträgen sie im Zuge des Closed-Access-Publizierens mit Verlagen schließen. Die vollumfängliche Übertragung exklusiver Rechte an Verlage ist weithin üblich und scheint wenig hinterfragt zu werden. Die Zweitveröffentlichung von Closed-Access-Publikationen auf Repositorien fordert eine nachträgliche Auseinandersetzung mit eben jenen Rechtsfragen ein.

Die rechtliche Grundlage für die Zweitveröffentlichung von Zeitschriftenartikeln ist in §38, Abs. 4 des Deutschen Urheberrechtsgesetzes (UrhG)13 von 2014 begründet. Das sogenannte Zweitveröffentlichungsrecht erlaubt Autor:innen, eine wissenschaftliche Publikation unter genau definierten Voraussetzungen nachträglich öffentlich zugänglich zu machen. Dies gilt auch dann, wenn zuvor einem Verlag exklusive Lizenzrechte eingeräumt wurden (vgl. UrhG §38 Abs. 4, 2014).

Für Monografien und Sammelbandbeiträge – zwei gängige Publikationsformate in den ethnologischen Fächern – gilt diese Rechtsgrundlage nicht. Für diese Formate muss anderweitig geklärt werden, ob und unter welchen Umständen Grüner Open Access möglich ist. Wenn Autor:innen dem Verlag, in dem ihre Publikation zuerst erschienen ist, exklusive Rechte übertragen haben, sind sie darauf angewiesen, dass der Verlag ihnen die Zweitveröffentlichung erlaubt. Dies kann bereits im Publikationsvertrag geregelt worden sein. Große Verlage haben darüber hinaus oft sogenannte Repository Policies, in denen sie die Selbstarchivierungsrechte ihrer Autor:innen definieren. In anderen Fällen müssen Verlage direkt kontaktiert werden, um die Erlaubnis zur Zweitveröffentlichung einzuholen. Diese Gemengelage führt dazu, dass für jeden einzelnen Text individuell geprüft werden muss, ob und unter welchen Voraussetzungen er zweitveröffentlicht werden kann. Rechtliche Unsicherheiten entstehen vor allem dann, wenn das Zweitveröffentlichungsrecht nicht greift und Verlagsverträge keine klaren Regelungen enthalten. In Workshops und Beratungen zu Grünem Open Access führte diese rechtliche Komplexität bereits zu Unmut, denn manchmal lässt sich nicht ad hoc klären, ob und wie ein Text zweitveröffentlicht werden kann. In einer schriftlichen Teilnehmenden-Rückmeldung zu einem Workshop zu Grünem Open Access, der im Frühjahr 2025 von EthnOA durchgeführt wurde, wurde entsprechend kritisch angemerkt: „Offenbar müssten in Infoveranstaltungen wirklich Jurist:innen einbezogen sein?“

Zusätzlich zur Klärung rechtlicher Fragen, müssen die konkreten Bedingungen für eine Zweitveröffentlichung beachtet werden: Einschränkungen finden sich vor allem in Embargofristen und in Vorgaben bezüglich der Manuskriptversion, die in Grünen Open Access überführt werden darf. Was unterscheidet ein Preprint von einem Postprint von einer Verlagsversion? Hinzu kommt erschwerend, dass Begrifflichkeiten uneinheitlich verwendet werden und Merkmale von Manuskriptversionen nicht klar definiert oder gar standardisiert sind. Da häufig nicht die Verlagsversion, also die publizierte Endversion eines Textes, zweitveröffentlicht werden darf, müssen mitunter ältere Versionen genutzt werden, die noch nicht im Verlagslayout gesetzt sind.

Autor:innen müssen sich mit all diesen Aspekten auseinandersetzen, um rechtssichere Zweitveröffentlichungen umzusetzen. Das ist zum Teil auch der Fall, wenn sie einen Zweitveröffentlichungsservice, wie den von EthnOA, in Anspruch nehmen. Dieser kann Rechte prüfen und Einschränkungen klären, oft müssen Wissenschaftler:innen aber dennoch Verträge heraussuchen und Manuskriptversionen zur Verfügung stellen. Diese Umstände stellen Herausforderungen dar, die Grünen Open Access zu einem zähen und arbeitsaufwändigen Geschäft machen. Für die Wissenschaftler:innen bedeutet Grüner Open Access zusätzliche und neue Arbeit, die obendrein nicht auf die Publikation aktueller Forschungsergebnisse ausgerichtet ist, sondern bereits abgeschlossene Publikationsprojekte betrifft. Der grundsätzlich vorhandene Wille zu Open Access muss mit einiger Motivation und Durchhaltevermögen unterfüttert werden, um diese Hürden zu überwinden.

3.2 Metadaten und Persistenz

Open-Access-Publikationen sollen und müssen im Internet über Suchmaschinen, Datenbanken und Kataloge gefunden werden.14 Um das Auffinden über verschiedene Suchmaschinen überhaupt zu ermöglichen, werden Metadaten über die jeweilige Publikation bereitgestellt. Neben rudimentären Metadaten, wie dem Titel einer Publikation, dem Jahr der Veröffentlichung oder den Namen der Autor:innen, lassen sich, abhängig vom bereitgestellten Metadatenschema, weitergehende Informationen und Klassifikationen erzeugen. In den EthnOA-Repositorien werden Metadatenfelder bereitgestellt, die eine möglichst genaue fachspezifische bibliografische Beschreibung von Publikationen ermöglichen.15 Vollständige und korrekt angegebene Metadaten sind nicht nur Voraussetzung für die Auffindbarkeit und Persistenz von (Open-Access-)Publikationen, sie erlauben beispielsweise auch, dass unterschiedliche Beteiligte, über die Autor:innen hinaus, abgebildet oder fachspezifische Verschlagwortungen und Bezüge hergestellt werden können. Dass Wissenschaftler:innen im Zuge des Open-Access-Publizierens mitunter sehr viel stärker in die Vergabe von Metadaten eingebunden werden – in manchen Repositorien dürfen und sollen sie alle Metadaten selbst angeben – als im klassischen Publikationsprozess, eröffnet neue Spielräume, führt aber auch zu Herausforderungen in der Umsetzung und Kommunikation von Standards und Möglichkeiten.

Autor:innen und Herausgeber:innen stehen damit vor der Herausforderung, unterschiedliche Metadatenfelder im Hinblick auf deren Bedeutung für die Auffindbarkeit und Integrität der Publikationen korrekt und vollständig auszufüllen. Das Verständnis und die korrekte Anwendung von Metadatenstandards sind zentral, um Publikationen auffindbar, zitierfähig und interoperabel zu machen (vgl. Taylor et al., 2018, S. 2, 181ff) und die formalen Anforderungen von Repositorien zu erfüllen (DINI AG Elektronisches Publizieren (E-Pub), 2022, S. 73). Beim Ablegen von Zweitpublikationen kommt es oft zu Nachfragen – sowohl seitens der Projektmitarbeitenden als auch seitens der Wissenschaftler:innen – und zu einem intensiven, zeitaufwändigen Austausch, der mitunter zu zeitlichen Engpässen im Publikationsprozess führt.

Eine weitere Herausforderung ist die Persistenz von Publikationen. Durch die Vergabe von Persistenten Identifikatoren (PID), wie beispielsweise Digital Object Identifiern (DOI), wird sichergestellt, dass die Version einer Publikation eindeutig referenzierbar und dauerhaft auffindbar ist und auch bei späteren Änderungen ihres Speicherorts oder ihrer URL zuverlässig zitiert und genutzt werden kann (DOI Foundation, 2023). Für eine DOI-Registrierung über DataCite müssen strukturierte und vollständige Metadaten vorliegen (vgl. DataCite Metadata Working Group, 2024a).16 Unvollständige oder fehlerhafte Metadaten können dazu führen, dass die DOI nicht vergeben wird oder die Publikation in Repositorien und über Suchmaschinen nicht optimal auffindbar ist. Die Sicherstellung standardkonformer Metadatenübermittlung stellt somit eine zusätzliche Tätigkeit dar, die über gängige Aufgaben von Wissenschaftler:innen im Zuge des wissenschaftlichen Publizierens hinausgeht und als Hürde empfunden werden kann.

Die Unveränderbarkeit von Publikationen nach der Veröffentlichung stellen gerade bei multimodalen Ressourcen, die audiovisuelles Material zusätzlich zur textbasierten Publikation enthalten, eine Herausforderung dar. Ein praktisches Beispiel sind (digitale) Publikationen, die Video- oder andere Multimediadateien als ergänzende Materialien einbinden, sei es als Link/QR-Code oder als eingebetteter Videostream. Auf EthnOA_media können solche Videodateien abgelegt werden, um sie in andere Publikationen einzubetten oder zu referenzieren.17 Um eine dauerhafte Referenzierbarkeit der Multimediadateien zu gewährleisten, werden DOIs vergeben. Für die Vergabe von DOIs müssen bestimmte Mindestmetadaten wie Titel, Ersteller:in, Herausgeber:in, Veröffentlichungsjahr und Ressourcentyp eindeutig festgelegt werden (vgl. DataCite Metadata Working Group, 2024b). Ohne diese zwingend notwendigen Metadaten lässt sich keine DOI registrieren. Spätere Änderungen dieser Metadaten haben zur Folge, dass eine neue Version erstellt und eine neue DOI registriert werden muss (vgl. DataCite Metadata Working Group, 2024b). Da im hier beschriebenen Fall zwei Publikationen parallel – nicht selten fast zeitgleich und bisweilen unter Zeitdruck – stattfinden, nämlich die der Multimediadatei im Repositorium und die der Publikation, welche die Multimediadatei referenziert, entsteht mitunter ein Spannungsverhältnis zwischen der gewünschten Stabilität durch die DOI-Vergabe und der notwendigen redaktionellen oder inhaltlichen Flexibilität während des Publikationsprozesses: Wird die DOI zu früh registriert, können spätere Änderungen an den dazugehörigen Metadaten zu Problemen führen; erfolgt die Registrierung der DOI zu spät, fehlt die persistente Referenz zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der referenzierenden Publikation. Dieser Zielkonflikt erfordert eine enge Abstimmung zwischen Autor:innen, Herausgeber:innen und DOI-registrierenden Institutionen wie EthnOA, um sowohl die langfristige Nachnutzbarkeit als auch die inhaltliche Qualität und Korrektheit der Metadaten sicherzustellen.

4 Epistemische Teilhabe und Openness: Meta- und Normdaten nutzen

Wie im vorigen Kapitel dargestellt wurde, verschieben sich Zuständigkeiten und Aufgaben zwischen Wissenschaftler:innen und Verlagen und Bibliotheken beim Open-Access-Publizieren: Wissenschaftler:innen erschließen und klassifizieren ihre Publikationen vermehrt selbst. Dies gilt besonders für die Selbstarchivierung im Grünen Open Access, die mit der Erstellung und Eingabe von Metadaten einhergeht, aber auch für die Publikation von scholar-led Open-Access-Zeitschriften, die bisweilen ohne klassische Verlage auskommt und bei der publikationsbezogene Aufgaben unter Autor:innen, Redakteur:innen und Herausgebenden verteilt werden. Etwaige Unzulänglichkeiten, beispielsweise von starren oder überholten Klassifikations- und Schlagwortsystemen (vgl. Strickert, 2023), treten nun für diese neue Akteur:innengruppe zutage und stellen diese vor Herausforderungen, eröffnen aber auch neue Gestaltungs- und Dialogräume.

Die vollständige und korrekte Erfassung aller an einer Publikation beteiligten Personen ist sowohl ein bibliothekarisches als auch ein ethnologisches Anliegen. Unvollständige Angaben können zu ungewollten Ausschlüssen führen und strukturelle Ungleichheiten fortschreiben. Bei audiovisuellen Medien können neben Autor:in und Regisseur:in auch Personen genannt werden, die den Schnitt oder die Untertitel für einen Film gemacht haben. Die Projektarbeit hat gezeigt, dass bei kollaborativen Forschungsprojekten mit Partner:innen im Globalen Süden, wie sie in den ethnologischen Fächern häufig durchgeführt werden, Autor:innenschaften, Co-Autor:innenschaften, inhaltliche Beteiligungen oder unterstützende Rollen nicht immer systematisch oder vollständig in den Metadaten erfasst werden. Hier lässt sich vermuten, dass etablierte Erschließungspraktiken und tradierte Vorstellungen von Autor:innenschaft bewusst oder unbewusst übernommen und dadurch verstetigt werden. Solche Auslassungen sind jedoch nicht nur eine technische Schwäche, sondern haben epistemische Konsequenzen: Sie können dazu führen, dass Akteur:innen – etwa Forschungspartner:innen aus dem Globalen Süden, nichtakademische Mitwirkende oder wissenschaftliche Mitarbeitende ohne Erstautor:innenschaft – unsichtbar bleiben und nicht referenziert werden. Während also bibliothekarische Infrastrukturen zunehmend darauf ausgerichtet sind, wissenschaftliche Arbeiten nachhaltig auffindbar, zitierbar und interoperabel zu machen, hängt die Umsetzung und Wirksamkeit dieses Anspruchs maßgeblich von der Qualität der eingegebenen Metadaten ab (vgl. Barton et al., 2003). Wissenschaftler:innen, die im Prozess des Open-Access-Publizierens selbst Metadaten anlegen, können diese Möglichkeiten nutzen und Teilhabe aktiv umsetzen.

Der bibliothekarische Anspruch nach vollständigen Metadaten sollte nicht allein auf die Verbesserung bibliografischer Nachweise, sondern auch auf die Förderung epistemischer Gerechtigkeit abzielen. Repositorien und Open-Access-Plattformen bieten zwar die Möglichkeit, diverse Beteiligungsformen abzubilden, doch eine fehlende Etablierung entsprechender Standards führt dazu, dass diese Möglichkeiten unberücksichtigt bleiben (Wang & Strong, 1996). Hier sind Schulungs-, Sensibilisierungs- und Beratungstätigkeiten von Bibliotheken gefragt, die sich zunehmend als Partnerinnen in Fragen der wissenschaftlichen Praxis etablieren. Gleichzeitig ist es notwendig, bestehende Systeme und Eingabemasken so weiterzuentwickeln, dass sie komplexe, nicht-hierarchische oder kollektive Autor:innenschaften und Beteiligungen abbilden können, ohne normative Zuschreibungen zu reproduzieren. Nur wenn alle Beteiligten angemessen und korrekt sichtbar gemacht werden, kann Open Access seinem Anspruch auf Offenheit und Teilhabe gerecht werden (Ghai et al., 2025, S. 3; Hannonen, 2021; Lewis et al., 2023).

Ein weiterer Aspekt, der die Teilhabe am wissenschaftlichen Kommunikationsprozess beeinflusst, liegt in den verwendeten bibliothekarischen Erschließungsinstrumenten. Klassifikations- und Schlagwortsysteme, wie sie in Repositorien, Bibliothekskatalogen oder Fachdatenbanken zum Einsatz kommen,18 dienen der inhaltlichen Erschließung und der Auffindbarkeit von Publikationen. Diese Systeme weisen mitunter Lücken in ihrer Granularität oder Aktualität auf. Gerade in inter- oder transdisziplinären Forschungsfeldern, bei dekolonialen, feministischen oder Community-basierten Arbeiten zeigt sich, dass vorhandene Thesauri oder Klassifikationen nicht ausreichen, um kontextspezifische Inhalte, Positionierungen oder Perspektiven angemessen zu erfassen (Paul, 2018; Strickert, 2023). Dies führt dazu, dass bestimmte Themen, Begriffe oder epistemische Zugänge in den Metadaten unterrepräsentiert oder falsch codiert werden. In der Folge können diese Arbeiten trotz Open Access schwer auffindbar sein oder in Suchergebnissen verzerrt erscheinen. Diese strukturelle Unschärfe erschwert nicht nur die Sichtbarkeit der betroffenen Forschung, sondern wirkt sich auch negativ auf deren Anschlussfähigkeit im wissenschaftlichen Diskurs aus. Eine kritische Reflexion, Weiterentwicklung und Öffnung der Erschließungssysteme ist daher zentral, um Open Access teilhabeorientiert für die Autor:innen- und Leser:innenschaft zu gestalten (Sullivan, 2015).

Um den Bedarfen der ethnologischen Fächer an epistemischer Gerechtigkeit zu entsprechen, können Spielräume für die Metadatenvergabe ausgeweitet werden. Beispielsweise wird im EthnOA-Projekt in Betracht gezogen, die Vergabe von Traditional Knowledge und Biocultural Labels in den Metadaten zu ermöglichen (Montenegro, 2019).19

5 Fazit: Open Access als Arena und Prozess

„One should not think of OA as a thing-in-itself; rather, it should be seen as a process of understanding, engaging and experimenting with the ways in which research is presented and disseminated“ (Moore, 2017, Abs. 2). Samuel Moore bringt auf den Punkt, dass Open Access als unabgeschlossenes Projekt verstanden werden muss und dass manche Wege, die beschritten werden, durchaus den Charakter eines Experiments haben.

Die Arbeit im EthnOA-Projekt verdeutlicht zugleich, dass Open Access in den ethnologischen Fächern kein rein technischer Schritt ist, sondern ein fortlaufender fach- und prozessspezifischer Aushandlungsprozess. Fragen nach der Balance von Zugang und Offenheit, nach der Sichtbarkeit von Forschungspartner:innen und nach der Verteilung verlegerischer und bibliothekarischer Aufgaben prägen diesen Prozess. EthnOA zeigt, dass nachhaltige Open-Access-Strukturen nur dann Akzeptanz finden, wenn sie diese fachspezifischen Besonderheiten anerkennen und in die Gestaltung von Repositorien, Lizenzempfehlungen und Metadatenschemata einbeziehen. Damit wird Open Access nicht nur als Publikationsweg, sondern als Teil ethnologischer Forschungs- und Publikationspraxis sichtbar, der rechtliche, ethische und epistemische Überlegungen miteinander verschränkt.

Autor*innenbeiträge

Kathleen Heft und Anja Rosenbaum haben diesen Beitrag gemeinsam verfasst.

Datenverfügbarkeit

Für den vorliegenden Beitrag wurden keine Forschungsdaten erhoben.

Finanzierung

Dieser Beitrag ist im Rahmen des Projekts “EthnOA – Open Access in den ethnologischen Fächern“ entstanden, das im Förderprogramm „Infrastrukturen für wissenschaftliches Publizieren“ von der DFG gefördert wird (Projektnummer 508015222).

Interessenskonfliktstatement

Es liegen keine Interessenkonflikte vor.

Referenzen

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  1. Ethnologische Fächer ist ein Klammerbegriff, unter dem Fächer zusammengefasst werden, deren Epistemologien und Methoden ethnologisch bzw. ethnografisch geprägt sind. Das Fachspektrum umfasst unter anderem die Empirische Kulturwissenschaft/Europäische Ethnologie (früher Volkskunde) und die Sozial- und Kulturanthropologie/Ethnologie.↩︎

  2. Vgl. Heft et al. (2025, S. 2): Die Zeitschrift für Empirische Kulturwissenschaft. Journal for Cultural Analysis and European Ethnology (ZEKW) https://zekw.de/ojs/index.php/zekw/index (Zugriff am 5.6.2025) wurde 2022 auf Open Access umgestellt. Die Zeitschrift für Ethnologie. Journal of Social and Cultural Anthropology (ZfE) https://zfejsca.org/ojs/index.php/jsca/index (Zugriff am 5.6.2025) ist im Jahr 2024 Open Access gegangen.↩︎

  3. Stand: Mai 2025, (Vgl. Berghahn Open Anthro, 2024).↩︎

  4. Der Begriff Ethnografie meint sowohl die Art und Weise, wie Wissen produziert wird, als auch „die textuellen oder visuellen Produkte ethnografischer Forschung“ (Knecht, 2013, S. 83).↩︎

  5. Projekt-Antragstellende sind Gabriele Alex, Leiterin der Abteilung Ethnologie am Asien-Orient-Institut, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Anne Dippel, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Volkskunde (Empirische Kulturwissenschaft), Friedrich-Schiller-Universität Jena und Martin Lee, Direktor der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin.↩︎

  6. Eine Einführung und Überblick zu Creative Commons-Lizenzen: https://de.creativecommons.net/was-ist-cc/ Zugriff am 30.5.2025.↩︎

  7. Im „Plan S“ des Zusammenschlusses von Forschungsförderern cOAlition S ist die Nutzung der Creative-Commons-Lizenz CC BY vorgeschrieben (cOAlition S, 2018).↩︎

  8. Ob die Integrität einer Publikation und die Kontrolle über deren Nachnutzung durch den Einsatz restriktiver Lizenzen oder gar durch das Publizieren in Closed Access gewährleistet werden kann, ist eine andere Frage, auf die in diesem Beitrag nicht näher eingegangen werden kann.↩︎

  9. In der Literatur wird dieses Problem vor allem für die Archivierung von ethnografischen Forschungsdaten, wie Feldnotizen oder Interviewtranskripten, beschrieben. Mit Verweis auf Studien, die anonyme Autor:innen anhand von Schreibstilen identifiziert haben, wird die Möglichkeit der De-Anonymisierung von öffentlich zugänglich gemachten Interview-Transkripten diskutiert (Asher & Jahnke, 2023; vgl. Rizzolli & Röttger-Rössler, 2023, S. 284). Interviewmaterial wird in der Regel in geringem Umfang in Publikationen verwendet und hat im Idealfall einen hohen Anonymisierungsgrad. Dennoch besteht die Sorge, dass mit zunehmendem Open Access ausreichend Material über konkrete Forschungskontexte öffentlich zugänglich sein wird, um Forschungspartner:innen oder Forschungskontexte mit Hilfe von Algorithmen oder KI zu identifizieren.↩︎

  10. Ein eindrückliches Beispiel wird im Ethics Forum der American Anthropological Association geschildert (vgl. Anonymus, 2023). Darin beschreibt ein:e Ethnolog:in, wie die Publikation einer Fotografie in einem Open-Access-Artikel zu Irritation und Unmut bei den Forschungspartner:innen geführt und das Vertrauensverhältnis zwischen Forschenden und Forschungspartner:innen auf den Prüfstand gestellt hat.↩︎

  11. (Siehe EthnOA_text, 2024). Das Repositorium ist auch offen für Preprints; Erstpublikationen sind ebenfalls möglich und wurden bisher für die Formate Working Paper und Bericht umgesetzt.↩︎

  12. (Siehe EthnOA_media, 2024).↩︎

  13. Das österreichische Urheberrechtsgesetz enthält ebenfalls ein Zweitveröffentlichungsrecht.↩︎

  14. Neben kommerziellen Anbietern gibt es nicht-kommerzielle Suchmaschinen wie BASE (Bielefeld Academic Search Engine) in der sich wissenschaftliche Texte finden lassen, die online zugänglich sind, die Mehrzahl davon in Open Access: https://www.base-search.net/, Zugriff am 4.6.2025. Der Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie bietet mit EVIFA einen Suchindex für Publikationen aus den ethnologischen Fächern an, der ebenfalls Open-Access-Publikationen auffindbar macht: https://evifa.kobv.de/init.do?index=internal&plv=2, Zugriff am 4.6.2025.↩︎

  15. Das EthnOA-Metadatenschema basiert auf dem Harmonisierten Metadatenschema für die DSpace-Repositorien der Berliner Universitäten (Fritz et al., 2022) und wird kontinuierlich vom Projektteam für fachspezifische Bedarfe ergänzt und aktualisiert.↩︎

  16. Verpflichtende Metadaten für die Registrierung einer DOI über DataCite sind: Identifier, Creator, Title, Publisher, PublicationYear und ResourceType. https://datacite-metadata-schema.readthedocs.io/en/4.6/properties/overview/#table-1-datacite-mandatory-properties (Zugriff am 3.6.2025).↩︎

  17. Für die Open-Access-Buchpublikation Utopias of Sustainability – The Sustainability of Utopias: A Multimodal Intervention (Hämmerling et al., 2025) wurden audiovisuelle Materialien auf EthnOA_media veröffentlicht https://rs.cms.hu-berlin.de/ethnoa-medien/?c=16145, (Zugriff am 11.9.2025). Mithilfe der bereitgestellten DOIs können die audiovisuellen Medien und die dazugehörigen Texte in beide Richtungen referenziert werden.↩︎

  18. Beispiele: Regensburger Verbundklassifikation: https://rvk.uni-regensburg.de/regensburger-verbundklassifikation-online?view=rvkonline (Zugriff am 30.5.2025); Dewey Dezimal Klassifikation: https://www.dnb.de/DE/Professionell/DDC-Deutsch/DDCUebersichten/ddcUebersichten_node.html (Zugriff am 30.5.2025); Gemeinsame Normdatei: https://gnd.network/Webs/gnd/DE/UeberGND/GNDNormdatensaetze/definitionNormdaten_node.html (Zugriff am 30.5.2025).↩︎

  19. https://localcontexts.org/labels/traditional-knowledge-labels/ (Zugriff am 5.6.2025); https://localcontexts.org/labels/biocultural-labels/ (Zugriff am 5.6.2025).↩︎

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2024-12-28

Akzeptiert

2026-01-30

Veröffentlicht

2026-03-02

Daten zur Förderung