Zwischen (selbst)bewusster Desintegration und multipler Ausgrenzung
Junge jüdische Literatur aus Polen und Deutschland
DOI :
https://doi.org/10.15460/apropos.5.1582Mots-clés :
Jüdisches Leben, Polen, Deutschland, Neue Narrative, SelbstwahrnehmungRésumé
Der Artikel zeichnet die jüngsten Debatten über den Stellenwert des Jüdischen innerhalb der jüdischen Gemeinschaft in Polen und Deutschland in drei verschiedenen Diskursbereichen nach: Aufbauend auf einer Skizzierung der Entwicklungsbedingungen jüdischer Kultur nach 1989 soll anhand von Interviews mit Jüdinnen und Juden der sogenannten dritten Generation der Prozess des sich wandelnden jüdischen Selbstverständnisses in beiden Ländern aufgezeigt werden. Diese Haltung wird ergänzt um einen Einblick in die jüdische Publizistik, die in zunehmendem Maße eine breite, nicht mehr auf die Shoah allein fokussierte Perspektive einnimmt. Daran anknüpfend möchte ich literarische Beispiele untersuchen, in denen das Jüdische nicht mehr als Deprivationsmerkmal verstanden wird. Die Autorinnen und Autoren suchen (mit teils fiktionalen Strategien) Wege zu einer Neupositionierung des Jüdischen in der jeweiligen Gesellschaft, womit sie gleichzeitig die vermeintliche Außenseiterposition infrage stellen.
Téléchargements
0 citations recorded by Crossref
0 citations recorded by Semantic Scholar
Reçu
Publiée
Comment citer
Numéro
Rubrique
Catégories
Informations sur la licence
© Elisa-Maria Hiemer 2020

Ce travail est disponible sous la licence Creative Commons Attribution 4.0 International .


