Wie über den Nahostkonflikt sprechen?
Eine persönliche Reflexion
DOI:
https://doi.org/10.15460/spsoz.2026.36.1.310Schlagwörter:
Nahostkonflikt, pädagogischer Alltag, pädagogisches Handeln, Ambivalenz, Ohnmacht, VerletzlichkeitAbstract
Für mich bedeutet das, diese Ambivalenz auszuhalten: nicht Partei zu ergreifen im Sinne von Schuldzuweisungen, sondern Empathie für alle Leidtragenden zu zeigen. Im Nachbarschaftsheim St. Pauli heißt das konkret, zuzuhören, wenn ältere Menschen ihre Betroffenheit äußern – sei es durch persönliche Erinnerungen, durch Ängste oder durch die Nachrichten, die sie verfolgen. Ich empfinde, hier ist es nicht meine Aufgabe, Antworten auf alle Fragen zu geben. Meine Aufgabe ist es, einen Raum zu halten, in dem Menschen ihre Sorgen aussprechen dürfen. Empathie ersetzt keine Lösungen, aber sie schenkt Trost.
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