Wie nach einem Massaker humanistisch bleiben?
Eine persönliche Reflexion
DOI:
https://doi.org/10.15460/spsoz.2026.36.1.309Schlagwörter:
Nahostkonflikt, pädagogisches Handeln, pädagogischer Alltag, Ambivalenz, Ohnmacht, VerletzlichkeitAbstract
Der erste Satz, der mir beim Lesen von Maya Arad Yasurs Monolog „Wie man nach einem Massaker humanistisch bleibt in 17 Schritten“ in den Magen schlug, lautet: „Vergiss nicht: Auch auf der anderen Seite der Grenze gibt es Mütter“ (Arad Yasur 2023, Schritt 1). Dieser Appell ist unverschämt schlicht, beinahe banal – und stellt mich doch unweigerlich vor die Frage, wie es um meine eigene Fähigkeit steht, inmitten von Schock- und Wutwellen empathisch zu bleiben. Die begleitende Seminar-Notiz beschreibt Empathie als „fragile Haltung, insbesondere, wenn man selbst von schrecklichen Ereignissen direkt betroffen ist“ . Genau in dieser Zerbrechlichkeit liegt der Ausgangspunkt meiner Reflexion.
Downloads
0 von Crossref erfasste Zitate
0 von Semantic Scholar erfasste Zitate
Erhalten
Akzeptiert
Veröffentlicht
Ausgabe
Rubrik
Lizenzinformation
Copyright (c) 2026 Jürgen Georg Brandt; Annita Kalpaka; Ö. D.

Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International.



