Anonymer Tanz als dekolonialisierende Praxis. Ein Embodied-Research Versuch.

Autor/innen

  • Paula Helm

Schlagworte:

Embodied Research, Experimenteller Tanz, Anonymität, Wissen

Abstract

Der Aufsatz geht der Frage nach, wie mit Hilfe von anonymen Tanz Wissen über Körper, Selbst und Andere produziert, in Frage gestellt und erfahrbar werden kann. Dazu wird mit dem Konzept des embodied research gearbeitet, bei dem nicht nur über den Tanz geforscht wird, sondern durch das Tanzen. Tanzen ist hier nicht nur Forschungsgegenstand. Tanzen ist Forschung. Hierzu wird auf drei unterschiedliche Movement Research Workshops Bezug genommen: Blind Contact Dance, Dark-Room Contact Improvisation und Embodied Rebellion (becoming uncivilized). In Hinsicht auf diese drei Workshops werden unterschiedliche Auslegungsweisen der Rolle von Anonymität im Tanz einander gegenübergestellt. Anonymität als Selbstfindung, Anonymität als Dekonstruktion und Anonymität als verkörperte Rebellion. Die Idee von Tanz als Rebellion wird abschließend eingehender diskutiert, denn die Rebellion, um die es hier geht, ist insofern von ethico-politischer Bedeutung, dass sie sich gegen Schamgrenzen richtet, welche als Resultat und Katalysator heteronormativer sowie (post)kolonialer Unterdrückungsregime verstanden werden.

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Veröffentlicht

2021-07-29

Zitationsvorschlag

Helm, P. (2021). Anonymer Tanz als dekolonialisierende Praxis. Ein Embodied-Research Versuch. Hamburger Journal für Kulturanthropologie (HJK), (13), 495–510. Abgerufen von https://journals.sub.uni-hamburg.de/hjk/article/view/1780

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