Medienbildung als zivilgesellschaftliches Instrument – Ethnographische Einblicke in neue Formen von Bildungsarbeit und zivilgesellschaftlicher Aufklärung

Autor/innen

  • Julia Fleischhack

Schlagworte:

Medienbildung, Hassrede, digitale Kompetenzen, Zivilcourage

Abstract

Wie kaum eine andere Problematik hat der vor allem in den Jahren 2015 und 2016 extreme Anstieg von diskriminierenden und hetzerischen Inhalten in deutschsprachigen sozialen Medien (wie in der Folge auch Fake News) in der Bundesrepublik Deutschland massive Forderungen nach breiter Förderung von Medienbildung in öffentlichen und politischen Debatten ausgelöst. Dieser Beitrag untersucht, wie Medienbildung in seinen gesellschaftlichen Anforderungen und Funktionen als Bildungsfeld und -gegenstand neu verhandelt wurde. Ich argumentiere, dass diese Form der Bildungsarbeit, deren Anfänge in die 1960er Jahre zurückreichen, in den letzten Jahren immer mehr gesamtgesellschaftliche Bedeutung erhalten hat und sich in ihrem Vermittlungsanliegen längst nicht mehr auf die junge Generation und deren Umgang mit Medien fokussiert. An Beispielen aus meiner Feldforschung aus den Jahren 2016 bis 2017 zeige ich, wie diese Bildungsarbeit in Bezug auf Handlungsstrategien im Umgang mit Netzhass gestaltet sein kann und welches (Handlungs-)Wissen hier von Bedeutung ist.

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Veröffentlicht

2021-07-29

Zitationsvorschlag

Fleischhack, J. (2021). Medienbildung als zivilgesellschaftliches Instrument – Ethnographische Einblicke in neue Formen von Bildungsarbeit und zivilgesellschaftlicher Aufklärung. Hamburger Journal für Kulturanthropologie (HJK), (13), 328–337. Abgerufen von https://journals.sub.uni-hamburg.de/hjk/article/view/1754

URN