New Kids on the Block. Attraktivität und Tragik der Counter School Culture

Autor/innen

  • Stefan Wellgraf

Schlagworte:

Schule, Paul Willis, Counter School Culture, Islam

Abstract

Die sich hierzulande an Haupt- und Sekundarschulen unter Jugendlichen herausbildende schulische Gegenkultur zeichnet sich durch eine Ablehnung institutioneller Verhaltensnormen sowie eine symbolische Prämierung von anti-schulischen Haltungen aus. Doch in diesem Gestus der Auflehnung besteht gleichsam die Gefahr, dass rangniedrige Statuspositionen perpetuiert und sozialmoralische Vorurteile bestätigt werden. Paul Willis hat in den 1970er Jahren die jugendkulturelle Attraktivität und die statusbezogene Tragik dieser Counter-School-Culture in seinem Buch ›Learning to Labor‹ beschrieben. Ich greife dieses Modell auf und übertrage es auf Schulen in Berlin-Neukölln und Wedding, in denen ich in den Jahren 2008/09 bzw. 2012/13 umfangreiche Feldforschungen durchgeführt habe. Dabei frage ich im ersten Teil nach den Auswirkungen veränderter, von Prekarisierung und Neoliberalisierung geprägter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und im zweiten Teil nach den neuen inhaltlichen Stoßrichtungen der schulischen Gegenkultur, die sich in den letzten Jahrzehnten aus einer ethnischen Unterschichtung und einer Kulturalisierung von Fragen sozialer Ungleichheit ergeben haben.

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Veröffentlicht

2021-07-29

Zitationsvorschlag

Wellgraf, S. (2021). New Kids on the Block. Attraktivität und Tragik der Counter School Culture. Hamburger Journal für Kulturanthropologie (HJK), (13), 202–211. Abgerufen von https://journals.sub.uni-hamburg.de/hjk/article/view/1735

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