Aushandlungen von Schwangerschaftsverhütung im Kontext digitaler Selbstbeobachtung

Autor/innen

  • Hannah Rotthaus

Schlagworte:

Digitalisierung im Alltag, digitisation in everyday life, Self-Tracking, Apps, Geschlechterforschung, gender studies

Abstract

Zahlreiche Menschen nutzen digitale Technologien zur alltäglichen Selbstdokumentation. Hannah Rotthaus untersucht am Beispiel von Schwangerschaftsverhütung, wie die digitale Selbstbeobachtung auch in intime Lebensbereiche eingebunden ist. In ihrer Analyse argumentiert sie, dass sich die Verhütung mithilfe von Zyklus-Apps in einem Spannungsfeld von Emanzipationsbestrebungen und soziokulturellen Anforderungen bewegt. Im Fokus ihrer empirischen Arbeit stehen sowohl selbstermächtigende Momente innerhalb der Wissensaushandlungen der Akteur*innen als auch normative Elemente wie die Reproduktion von Geschlechterrollen im Digitalen. Die Studie basiert auf ihrer Masterarbeit, die an der Abteilung Kulturanthropologie der Universität Bonn eingereicht wurde.

Numerous people use digital technologies for their everyday documentation of the self. Using the example of contraception, Hannah Rotthaus examines how the digital self-observation is integrated in intimate spheres of life. In her analysis she argues that contraception by means of period tracking apps is caught between emancipation efforts and sociocultural demands. Her empirical work focuses on self-empowering aspects within the knowledge negotiations of the actors as well as normative elements like the digital reproduction of gender roles. The study is based on her master thesis, which was submitted to the Department for Cultural Anthropology of the University of Bonn.

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Veröffentlicht

2020-06-11

Zitationsvorschlag

Rotthaus, H. (2020). Aushandlungen von Schwangerschaftsverhütung im Kontext digitaler Selbstbeobachtung. Hamburger Journal für Kulturanthropologie (HJK), (11). Abgerufen von https://journals.sub.uni-hamburg.de/hjk/article/view/1519

URN