Sur la zone
Die französische chanson réaliste und die Inszenierungen ihrer Interpretinnen als „banlieusardes“
DOI:
https://doi.org/10.15460/apropos.15.2373Palabras clave:
banlieue, chanson française, Musikbranche, Marginalität, PosturResumen
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts treten zunehmend Frauen das Erbe von Aristide Bruant und seiner urban geprägten chanson populaire an. Dabei fällt auf, dass sich die bei Bruant häufig noch humoristische Darstellung des Elends und der marginalen Existenz von Landstreicher:innen und Prostituierten zunehmend in eine Klage über die Lebenskonditionen der classes populaires in den Randbezirken und der nahen Banlieue von Paris wandelt. Betrachtet man die Lieddichtung vom entre-deux-guerres bis zum Beginn der 1950er Jahre, so lässt sich eine schrittweise Transformation des Bildes der Pariser Banlieue betrachten, die auch die posture der Sängerinnen betrifft. Der Beitrag zeichnet die sukzessive Verwandlung der Banlieuedarstellung und ihre Verflechtung mit der Inszenierung von Weiblichkeit nach. Als Grundlage dienen dabei insbesondere Lieder von Fréhel, Damia, Lucienne Delyle und Édith Piaf sowie von Yvette Guilbert, welche die Figur der „pierreuse“ in der Liedkultur der chanson réaliste verbreitet hat.
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