Potentiale, Herausforderungen und Grenzen von Wissenschaft-Praxis-Kooperation mit Schüler:innen und Lehrkräften an weiterführenden Schulen
DOI:
https://doi.org/10.15460/5c1h6f83Keywords:
Inklusion Design-Based Research, qualitative Forschung mit Kindern, reflexive Grounded Theory Methodologie, Ethnografie, teilnehmende Beobachtung, FokusgruppenAbstract
Bei einer Wissenschafts-Praxis-Kooperation arbeiten Akteur:innen aus Wissenschaft und Praxis gemeinsam an der Entwicklung, Umsetzung und Reflexion von Konzepten, damit Forschung und schulische Realitäten wechselseitig voneinander profitieren können. Ziel dieses Beitrags ist es, am Beispiel des Design-Based Research-Projekts „Selbstreguliertes sozial-emotionales Lernen an Stadtteilschulen in Hamburg“ Potentiale, Herausforderungen und Grenzen dieser Zusammenarbeit mit Praxispartner:innen aufzuzeigen. Dabei werden neben Lehrkräften ausdrücklich auch Schüler:innen als aktive Akteur:innen in diesen Kooperationsprozessen einbezogen, wodurch eine Perspektive sichtbar wird, die häufig unzureichend Beachtung findet.
Mit ethnografischen Zugängen und Fokusgruppeninterviews wurden in dem Gesamtprojekt Perspektiven zu sozial-emotionalem Lernen und der gemeinsamen Kooperation erfasst und mit der reflexiven Grounded Theory Methodologie ausgewertet. Im Artikel wird die Wissenschafts-Praxis-Kooperation fokussiert, indem die spezifischen Bedarfe von Schüler:innen und Lehrkräften identifiziert und daraus Gestaltungsempfehlungen für Design-Based Research abgeleitet werden. Zentral ist dabei die Reflexion der eigenen Position als Forschende, da das Projekt durch persönliche Beziehungen mit den Praxispartner:innen über den zweijährigen Forschungszeitraum geprägt war.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Wissenschafts-Praxis-Kooperation mit Schüler:innen und Lehrkräften entlang von drei Dimensionen verläuft, die bei einer Zusammenarbeit berücksichtigt werden sollten: (1) der rahmenden, (2) der fachlichen und (3) der emotionalen Dimension.
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