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Communicating Design-based Research: A Framework for Creating and Interpreting Educational Design Arguments
by Pryce Davis, Christina Krist, Daniel Rees Lewis
DOI: The DOI will be added when the issue is published.
The goal of this paper is to improve how we compose and in-terpret educational design arguments from design-based re-search (DBR). Despite DBR’s increase in popularity, ongoing discussions about its rigor, and detailed articulations of how to go about doing DBR, there is still a lack of specification when it comes to communicating DBR. We first explore some of the difficulties in communicating DBR and then describe a frame-work that helps provide guidance for creating and interpreting educational design arguments. Next, we demonstrate one ap-plication for this framework through a comparative analysis of several DBR papers and discuss how this framework allows both producers and consumers of design research to make sense of the products of educational design research, in partic-ular educational design arguments. This framework helps the educational and learning sciences communities to mitigate challenges of communicating DBR by creating a more cohesive literature, helping researchers plan and make decisions in the act of conducting and communicating their research, support-ing training for less experienced researchers, and establishing a common standard lexicon for DBR communication.
Design-Based Research als Katalysator für Bildungsinnovation und Lehrpersonenprofessionalisierung. Ein systematisches Review im deutschsprachigen Raum
von Simone Baumann
DOI: The DOI will be added when the issue is published.
Das vorliegende systematische Review untersucht, wie Design-Based Research im deutschsprachigen Raum zur Bildungsinno-vation beiträgt und welche Professionalisierungspotenziale für (angehende) Lehrpersonen damit verbunden sind. Auf Basis einer PRISMA-orientierten Recherche wurden 147 deutschspra-chige Publikationen eingeschlossen und analysiert. Neben Bil-dungskontexten, Domänen, Beitragstypen und methodischen Zugängen wurde eine Rollentypologie (A–D) zur Rekonstruktion von Rollen- und Akteurskonstellationen in DBR-Projekten her-angezogen. Die Befunde zeigen eine deutliche Zunahme von DBR-Publikationen in den letzten zehn Jahren sowie Schwer-punkte im Sekundarbereich (n=70) und in hochschuldidakti-schen Kontexten der Lehrpersonenprofessionalisierung (n=50). Empirische Arbeiten dominieren; häufig werden Mixed-Methods-Designs genutzt. Die Rollenanalyse macht eine hete-rogene DBR-Praxis sichtbar. Insgesamt legt das Review nahe, dass DBR insbesondere dort Professionalisierung unterstützen kann, wo Lehrpersonen und Studierende als Mitgestaltende und Mitdeutende in Design-, Daten- und Reflexionsprozesse einge-bunden sind und Rollen, Ressourcen sowie Kontextbedingungen explizit ausgewiesen werden. In dieser rollen- und kontextab-hängigen Vermittlungsfunktion kann DBR als Katalysator für Bildungsinnovation und Lehrpersonenprofessionalisierung ver-standen werden.
Auditierbare Prinzipiengenese in Design-Based Research: Evaluation durch Reflexion als abduktive Inferenzarchitektur zur transparenten Verdichtung von Designwissen
von Simone Baumann
DOI: The DOI will be added when the issue is published.
Gestaltungsprinzipien gelten als zentraler Output von Design-Based Research (DBR), ihre methodische Herleitung bleibt jedoch häufig implizit. Der vorliegende Beitrag entwickelt und demonstriert ein Verfahren zur auditierbaren Genese von Gestaltungsprinzipien. Im Zentrum steht die explizite Rekonstruktion einer abduktiven Inferenzarchitektur, durch die getrennt ausgewertete Evidenzräume – Viabilität einer Intervention und Qualität reflexiver Performanzen – theoriegeleitet in heuristische, kontextsensitive design conjectures überführt werden. Anhand einer designbasierten Studie zur meta-reflexiven Professionalisierung von Lehramtsstudierenden wird gezeigt, wie relationale Muster identifiziert, theoretisch rückgebunden, in Designhypothesen überführt und schließlich in konditionalen Gestaltungsprinzipien verdichtet werden können. Evaluation wird dabei nicht als nachgelagerter Wirksamkeitstest, sondern als strukturierendes Moment der Designentwicklung verstanden. Der Beitrag beansprucht keinen kausalen Wirkungsnachweis. Sein epistemischer Mehrwert liegt in der transparent dokumentierten Inferenzlogik, die den Weg vom empirischen Befund zur Prinzipienformulierung intersubjektiv nachvollziehbar macht. Damit leistet der Beitrag einen methodologischen Impuls zur Klärung der Frage, wie in DBR aus Evaluation systematisch Designwissen entsteht.
Cross-Cultural Implementation of Sustainability in Fashion Design Education through a Design-Based Research Approach
by Hanieh Choopani
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This study investigates the cross-cultural implementation of the course Sustainable Fashion Design Strategies in Germany and Iran applying a Design-Based Research (DBR) approach. Through four iterative cycles of design, enactment, evaluation, and refinement, the course and its pedagogical components were treated as knowledge-generating artifacts, aligning with the Research Through Design (RTD) paradigm. Data were col-lected via per-session written reflections, group interviews, e-portfolios, and structured classroom observations, and analyzed using Mayring’s Structuring Content Analysis (SCA). Findings reveal progressive student development in conceptual under-standing, practical skills, attitudinal shift, ethical awareness, and engagement with sustainability principles. Iterative re-finement, scaffolded experiential learning, and context-sensitive adaptation supported holistic, systems-oriented learn-ing, integrating ethical, aesthetic, and professional dimensions of design. The study underscores the epistemic role of peda-gogical artifacts in both mediating learning and generating transferable design principles. These insights offer actionable guidance for educators aiming to embed Education for Sustain-able Development (ESD) in fashion design programs and demonstrate the value of iterative, practice-based, and cultur-ally responsive approaches. By showing how pedagogical deci-sions, aesthetic considerations, and reflective tools function simultaneously as learning supports and sites of knowledge production, this research contributes to advancing DBR and RTD discourse while providing a practical model for sustainability-oriented fashion design education.
Gestaltung einer interaktiven multimedialen Lernumgebung für den DaF/DaZ-Unterricht: Eine Design-Based Research Studie
von Amir Mahdi Meshkin Mehr
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Trotz der zunehmenden Verbreitung digitaler Lernformate fehlt es an empirisch fundierten Lernumgebungen, die gezielt für den Fremdsprachenunterricht entwickelt wurden. Im Rahmen eines mediendidaktischen Forschungs- und Entwicklungspro-jekts wurde die App und Lernumgebung Davilo entwickelt. Sie stellt Lehrkräften und Lernenden über 3.300 interaktive multi-mediale Lernbausteine für den DaF/DaZ-Unterricht kostenfrei zur Verfügung. Die Studie folgt dem Design-Based Research (DBR)-Ansatz, der eine systematische Verzahnung von wissen-schaftlicher Forschung und praxisnaher Entwicklung ermöglicht. Ziel des Projekts war es, klassische Übungsformate aus Print-Lehrwerken auf Basis etablierter didaktischer und multimedia-ler Prinzipien in digitale, interaktive Lernmodule zu überführen und diese in realen Unterrichtskontexten zu evaluieren. Die Analyse von über 200.000 Nutzungsdaten mittels Learning Ana-lytics (LA) liefert differenzierte Einblicke in das Lernverhalten. Die Ergebnisse belegen, dass Lernende auf höheren Niveaustu-fen verstärkt Wortschatzübungen nachfragen, während authen-tische, alltagsnahe Aufgabenformate die Nutzungshäufigkeit signifikant erhöhen. Zudem geben die Ergebnisse Aufschluss darüber, welche Übungsformate sich für die Gestaltung inter-aktiver multimedialer Lernbausteine als besonders geeignet oder weniger geeignet erweisen. Der Beitrag verdeutlicht, wie der DBR-Ansatz dazu beitragen kann, die Kluft zwischen For-schung und Praxis in der Fremdsprachendidaktik zu überbrücken und praxisorientierte Gestaltungsprinzipien für zukünftige digi-tale Lernumgebungen abzuleiten.
