Wildheit und Gewaltexzesse in Magô Pools Comic Bicho Selvagem

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.15460/9jvgta48

Schlagwörter:

Comic, Brasilien, Gewalt, Human-Animal Studies, Bandeirantes

Abstract

Der Artikel untersucht Magô Pools Comic Bicho Selvagem (2022/2024) als Allegorie auf anthropozentrische Gewalt und soziale Hierarchien. Ausgehend von einer imaginierten Bedrohung durch ein „wildes Tier“ entfaltet sich in einer brasilianischen Wohnanlage ein Eskalationsprozess, der in rassistische, sexistische und speziesistische Gewalt mündet. Der Text liest den Comic als Kritik an kolonialen und patriarchalen Machtstrukturen, die Gewalt gegen Tiere, Natur und Menschen miteinander verschränken und das „Wilde“ als Projektion gesellschaftlicher Ängste entlarven.

Autor/innen-Biografie

  • Janek Scholz, Universität Leipzig

    Janek Scholz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Romanistik der Universität Leipzig. Er studierte in Jena und Neapel Romanistik, Auslandsgermanistik und anglistische Sprachwissenschaft. Nach dem Studium verbrachte er ein Jahr als Sprachassistent an der Universidade Federal do Ceará in Fortaleza, Brasilien. Von Januar 2018 bis Dezember 2020 absolvierte er ein Doktoratsstudium an der Universität Wien bei Prof. Dr. Kathrin Sartingen und wurde im Dezember 2020 mit einer Arbeit zur Figur der Kartenlegerin in der brasilianischen Literatur promoviert. Sein Habilitationsprojekt trägt den Titel „Jenseits der Form. Hybridität, Monstrosität und transgeschlechtliche Ästhetik in Brasilien, Argentinien und Chile“, weitere Interessen liegen in den Bereichen Gattungstheorie, Postkolonialismus, Humanismus und Posthumanismus sowie Comics Studies.

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2025-10-06

Akzeptiert

2026-03-26

Veröffentlicht

2026-06-30

Zitation

[1]
Scholz, J. 2026. Wildheit und Gewaltexzesse in Magô Pools Comic Bicho Selvagem. apropos [Perspektiven auf die Romania]. 16 (Juni 2026), 40–51. DOI:https://doi.org/10.15460/9jvgta48.